Wem gehört Europas Acker?

Shownotes

Weiterführende Informationen

Informationen der Europäischen Kommission zum EU-Haushalt 2028–2034: https://commission.europa.eu/topics/budget/eu-budget-2028-2034-explained_de

Diese Folge entstand im Auftrag des Europa-Zentrums Potsdam. Umsetzung durch Mitten in Medien / Stefanie Schuster. Finanzielle Unterstützung für diese Folge kam von der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung - besten Dank dafür!

Transkript anzeigen

00:00:00: Dieses System dieser zwei Säulen wollen wir eigentlich beibehalten.

00:00:04: Jetzt müssen wir gucken, dass dieses neue System so gut wie möglich an das bisherige System anschließt und die Crux ist, was ärgert mich am meisten, ein neues System zu etablieren der Agrarförderung.

00:00:18: Es ist wahnsinnig kompliziert von der Verwaltungsseite her, aber auch vor den landwirtschaftlichen Betrieben her und dann hat man so zwei drei Jahre Anlaufzeit bis denn alles rund läuft.

00:00:27: Nach sieben Jahren ist diese Förderperiode schon wiederum.

00:00:30: also wir haben jetzt ein funktionierendes System.

00:00:33: das war also ziemlich chaotisch als die Förder periode losging mit den ganzen neuen Bestimmung mit den ganzen neuen Programmierungen für die Antragstelle usw.

00:00:42: Das funktioniert dieses System eigentlich ziemlich gut und ließe sich auch weiterentwickeln, aber jetzt kommt die Kommission mit einem ganz neuen Vorschlag und alles steht wieder auf dem Kopf.

00:00:51: Und da muss ich sagen das erinnert mich schon dass diese Brüche denn so hart werden zwischen diesen Förderperioden.

00:00:57: ja

00:01:04: Europa und Brandenburg das ist hier In Brandenburg ein richtig weites Feld, wie der lokale Autorin hier Rowe Teodor von Thane sagen würde.

00:01:14: Die gemeinsame Agrarpolitik der EU kurz GAB sichert das Überleben der brandenburgerischen Landwirte – sie steht auf zwei Säulen!

00:01:24: Der erste sind die flächenbezogenen Direktzahlungen um wechselnde Marktpreise und Ertragsrisiken auszugleichen.

00:01:34: Die zweite Säule stellt Mittel für den ländlichen Raum bereit, dazu gehören Klima- und Artenschutz – sehr grob gesagt!

00:01:43: Bislang gehörte der Topf mit den Agrarmitteln zu den größten Posten im Haushalt der EU doch das soll sich jetzt ändern?

00:01:53: Im neuen wirjährigen Finanzrahmen will die Kommission nur noch Das ist ein Fünftel weniger als bislang und die Flächenförderung für die Großbetriebe soll gekappt werden.

00:02:10: Das ist vor allem in den ostdeutschen Bundesländern ein Problem, denn hier wurden nach der Teilung Deutschlands Bauern systematisch enteignet und ihre Betriebe zu riesigen landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften zusammengelegt.

00:02:25: Nach der politischen Wende neunundachtzig blieben aber viele Großbetriebe erhalten.

00:02:32: Was wird nun aus denen, wenn ein großer Teil des Einkommens wegfällt und das in Zeiten, in denen Resilienz eine immer größere Rolle spielt?

00:02:43: Stichwort Ernährungssicherheit Klimawandel Wassermenagement.

00:02:48: was soll Und was kann eine europäische Agrarpolitik künftig leisten?

00:02:54: Was braucht Brandenburg tatsächlich?

00:02:56: Darüber rede ich heute mit Johannes Funke, dem agrarpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion im Brandenburger Landtag.

00:03:05: Und natürlich über den Fontanefrag gebogen – denn wir wollen ja nicht nur das Thema kennenlernen sondern auch den Menschen, die es bearbeitet!

00:03:14: Herzlich willkommen also zu einer neuen Folge von Brandenburg Talks EU-Krase Europäisch, dem Podcast des Europazentrums Potsdam.

00:03:22: Mein Name ist Stephanie Schuster und ich freue mich, dass Sie eingeschaltet haben – und nun guten Tag Herr Funke!

00:03:33: Herr Funke, wir haben schon sehr weit das Feld vor uns liegen.

00:03:36: Sehe ich schon und beruhigt mich, dass Sie ganz tief im Thema stecken denn sie sind hier nicht nur ein reingeschmackter Politiker.

00:03:44: Sie kennen das wirklich from the scratch wie man das neudeutsch sagt?

00:03:47: Sie haben den Acker ganz nah kennengelernt.

00:03:50: warum eigentlich?

00:03:52: Ja, ich habe ja so eine typische DDR-Biografie.

00:03:54: Zehnte Klasse, eine Lehre und man war damals in der zehnten Klasse sehr stark gefordert auch beruflich zu orientieren und ich hab dann tatsächlich Schäfer gelernt und den Einstieg in die Landwirtschaft gesucht.

00:04:07: Und natürlich hat man die Landwirtschaft doch immer ein bisschen in die Wiege gelegt bekommen.

00:04:11: Bei mir war es die Mutter, die auch in einer Landwirtschaft tätig war und so nahm denn die Sache ihren Lauf.

00:04:16: aber Mit dem Fall der Mauer, der deutschen Einheit dieser europäischen Annäherung mussten wir uns natürlich alle fragen.

00:04:24: Was machen wir denn jetzt aus unserem Berufsleben?

00:04:26: Geht es dann weiter mit der Landwirtschaft?

00:04:28: Aber bei mir war der Wille in der Landwirtschaft zu bleiben.

00:04:32: Der war doch recht stark ausgeprägt und so kam's dann bei mir auch zum Studium und seitdem bin ich eigentlich beruflich immer im Bereich der Landwirtschaft

00:04:40: unterwegs.".

00:04:45: da

00:04:45: würde ich es mal mit Beethoven haben Freude.

00:04:48: Worüber haben sie sich gefreut?

00:04:49: Naja, wenn man diese DDR-Biografie hat und dann fällt die Mauer und dann hat man die D-Markt und dann ist man Bürger der Bundesrepublik und auf einmal ist man Europäer in einem wirklich gefestigten europäischen System.

00:05:03: also das macht ja schon was mit einem.

00:05:05: Und die Krönung vom Ganzen kam ja Schengen noch dazu und wir mussten nicht mehr den Pass vorzeigen an der Grenze Also eine schönere Phase selber zu erleben, da muss man schon mächtig Glück haben dass man in dieser Zeit ausgerechnet lebt und das alles miterleben kann.

00:05:20: Und wieso sind sie Politiker geworden?

00:05:23: wenn ich mal fragen darf?

00:05:25: Das steht nicht auf dem Fragebogen interessiert mich aber sehr!

00:05:28: Naja der Bogen geht ja über die Landwirtschaft.

00:05:32: Da war die Agrarpolitik für mich natürlich immer ein spannendes Feld und über die Arbeit auch beim Bauernverband in die Agrarpolitik, da bin ich sogar eingewachsen.

00:05:41: Und dann gab es halt die Möglichkeit zu sagen komm jetzt kandidieren wir mal für den Landtag.

00:05:45: mein Vorgänger war Udo Volgaert auch Bauernpräsidenten und Landtagsabgeordneter und denn habe gesagt wir versuchen's Mal!

00:05:52: Und dann hat es knapp, im Jahr zwei tausend neunzehn bei meiner ersten Landtageswahl.

00:05:56: das hat knapp geklappt aber es hat geklappte.

00:05:58: Sie sind in sehr schwierigen Zeiten in die Politik gewechselt.

00:06:03: Möchte ich mal sagen, wir wollen heute über den mehrjährigen Finanzrahmen der EU reden, der also gewaltige Kürzungen bedeuten wird?

00:06:14: Jetzt wird Ihnen ein Fünftel der Förderung gekappt.

00:06:19: Grob gesagt Herr Funke ist das jetzt ein Drama für Brandenburg oder ist es etwas was für so irgendwie unterpflügen können.

00:06:29: Diese Agrarpolitik, die wir heute haben und die wir erhalten wollen ist nicht so ganz einfach zu verstehen.

00:06:34: Die ist eigentlich nur historisch zu verstehen!

00:06:37: Und dann muss man sagen mit dieser Europäischen Union in dieser Nachkriegszeit haben wir in Europa keinen Hunger mehr und wir haben seitdem bestehen dieser europäischen Union eine sehr, sehr sichere Versorgung mit Nahrungsmitteln.

00:06:52: Dieser Aspekt Ernährungssicherheit der ist uns allen so ein bisschen verloren gegangen.

00:06:57: aber in den letzten zwei drei Jahren da taucht das Wort Resilienz wieder auf und müssen auch bei der Ernährungen so sehen Wir müssen Systeme schaffen die Ernährung sicher machen in Europa.

00:07:09: Aber ein gemeinsames Regularium, den Alten unterliegen einen Wettbewerb, den alle sozusagen miteinander austragen und auch die Landwirte daran teilhaben hat enorm viel dazu beigetragen dass wir diese Ernährungssicherheit haben.

00:07:23: Wir haben aber hohe Umweltsansprüche in Europa Und diese Umwelthansprüchen verursachen Kosten und diesen Nachteil auszugleichen das war immer der Anspruch einer gemeinsam europäischen Agrarpolitik.

00:07:37: und diesen Nachteil, den Europa-Nummern hat aufgrund seiner vielen Ansprüche.

00:07:42: Den kann man über Zölle und Exportsubventionen so die alten Instrumente sind jetzt nicht mehr ganz aktuell.

00:07:50: aber ein gutes System war immer zu sagen es gibt auf den Hektar eine Prämie und diese Prämien gleicht denn den Nachteilen aus denen die Landwirte nun mal haben weil die Preise für unsere Agrarprodukte die sind ja die gleich wie am Weltmarkt dieses Delta, diese Differenz auszugleichen.

00:08:08: Das ist der Sinn, der tiefere Sinn der Agrarförderung und die brauchen wir in

00:08:13: Brandenburg.".

00:08:14: Das heißt man muss ausgehen davon dass die Bauern immer nicht den vollen Lohn für ihre Produkte bekommen können.

00:08:21: Wäre es denn nicht günstiger sich tatsächlich alles zu importieren?

00:08:27: Ist das heute noch hm... Zeitgemäß immer noch so viele Agrarsubventionen bereit zu halten, dass es ja das was den Bauern immer vorgehalten wird.

00:08:41: Oder ist das tatsächlich heute leichter zu erklären?

00:08:44: Weil Resilienz jetzt wieder eine Unabhängigkeit, wieder eine größere Rolle spielt.

00:08:50: Wir kennen die Ernteergebnisse aus dem Jahr zwanzig, sechsundzwanzig ganz gut, zweiundvierzig Millionen Tonnen Getreide – ist eine ziemlich schlechte deutsche Ernte!

00:08:59: Und wenn wir jetzt mal innerhalb Deutschlands gucken, dann sind ja die mit den großen Verlusten.

00:09:03: Die Bauern in Süddeutschland, in Westdeutscher Land, die eigentlich immer gute Erden hatten und die immer guten Regen haben vertrocknet sind ja sonst wie er immer.

00:09:11: Wir Brandenburger hier mit unserer Sandpüchsen.

00:09:14: Diesem Jahr ist ein bisschen umgekehrt.

00:09:16: aber da sieht man eine flächendeckende Landwirtschaft.

00:09:19: diesen Anspruch müssen wir doch haben.

00:09:20: Eine flächendickene Landwirtschaft nur die es am Ende stande auch wirklich eine sichere Ernährung abzusichern, dass wir Lebensmittel haben.

00:09:31: Dass wir Futtermittel haben und die Biomasse haben für die Bioenergie.

00:09:36: Und diese drei Komponenten geht es ja!

00:09:38: Das wird nur mit einer flächenden entdeckenen Landwirtschaft funktionieren.

00:09:43: Da sind wir gut beraten uns nicht zu sehr von internationalen Märkten abhängig zu machen.

00:09:49: Solche Abkommen wie Mercosur und andere Feiernetzabkommen muss man natürlich differenziert betrachten.

00:09:57: Beinhalten natürlich auch Chancen für unsere Bauern mit Produkten, wo wir besonders gut sind.

00:10:02: Auch am Weltmarkt mal ein paar Euro zu verdienen oder ein paar Dollar oder welche wäre auch immer.

00:10:06: nenne mal den Wein oder Milchprodukte bestimmte Fleischprodukte.

00:10:11: Es gibt ja auch Sachen die wir toll können und über die sich andere in der Welt auf freuen.

00:10:15: Lebensmittel aus Deutschland haben immer noch einen guten Ruf.

00:10:18: was exportiert denn Brandenburg?

00:10:21: Und hat Wildgeltung?

00:10:22: Also wir haben zum Beispiel sehr, sehr gute Rinderhalter bei den Fleischrindern.

00:10:28: Die an Programmenteilen nehmen, Rindfleisch aus Brandenburg geht nach Italien, geht nach Westdeutschland und nach Westeuropa.

00:10:36: Und ich hätte gerne natürlich in Brandenburger mehr Schlachtstrukturen.

00:10:39: aber die Qualität des Rindfleisches aus Brandnenburg kann sich inzwischen wirklich sehen lassen.

00:10:44: Das Verständliche geht unsere Milchen große Molkereien und die exportieren nach ganz Europa.

00:10:49: Die leben ja davon, dass der Warenverkehr offen ist.

00:10:53: Der an den Grenzen nicht angehalten werden muss.

00:10:55: keine Zölle keine großen Komplikation mehr.

00:10:57: Der freie Waren Verkehr ist enorm wichtig für unsere lebensmittelverarbeitende Wirtschaft.

00:11:03: So weit mal bis hierher Herr Funke.

00:11:05: Also die erste Säule, das sind die Hektarzahlungen über die wir schon kurz gesprochen haben und die zweite Säulen ist unter anderem Einkommensausgleich.

00:11:16: wie viel EU steckt also jetzt schon in einem durchschnittlichen brandenburgischen Betrieb?

00:11:23: Ich will mich dann nicht so festlegen lassen weil jeder Betrieb ist natürlich anders aber man kann doch ziemlich sicher sagen Kein Betrieb, kein Produktionsverfahren kann schwarze Zahlen schreiben ohne diesen EU-Ausgleich.

00:11:37: Das können wir festhalten und die Vorschläge, die im letzten Sommer kamen von der EU-Kommission von Ursula von der Leyen haben ja dieses Problem dass sie diese großen Betriebe in Brandenburg nicht akzeptieren wollen.

00:11:50: Das ist eigentlich eine alte Geschichte, die jetzt wieder sozusagen aufploppt.

00:11:54: Kappung, Diggressionen sind da die Stichworte und wenn unsere großen Betriebe unter den gleichen Umweltauflagen produziert wie andere Betrieber auch diese Prämien nicht mehr bekommen sind keine schwarzen Zahlen zu erreichen.

00:12:07: egal welche Betriebsform, egal welche Größe, egal welches Produktionsverfahren in Brandenburg müssen es um die tausend achthundert betriebe sein, die massiv davon betroffen wären.

00:12:18: ein Gute Hälfte bis Drittel hätte mit massiven Einschnitten zu rechnen.

00:12:23: Für Brandenburg und Berlin stehen in der laufenden Förderperiode der gemeinsamen Agrarpolitik, im Jahr für die EU-Mittel zur Verfügung.

00:12:41: Allein für die sogenannte Zweite Säule – also das ist Einkommensergänzung!

00:12:46: Davon sind ca.

00:12:47: fivehundertzwanzig Millionen Euro reguläre Ehlermittel und circa hundertseinundneunzig Millionen Euro umgeschichtete Mittel aus der ersten Säule, also Flächenförderung.

00:13:02: Und dazu kommen an die Höfe noch die Direktzahlungen aus der Ersten Säulen.

00:13:07: Für zwei tausendfünfundzwanzige wurden an die Antragstelle aus Brandenburg und Berlin insgesamt rund dreihundertzweiundfünfzig Millionen Euro an Direktzahlungen ausgezahlt, und zwar an fünftausend einhundert Antragsteller.

00:13:20: Das sind rund grob gerechnet neunundsechzigtausand vierhundert Euro

00:13:27: pro Hof!

00:13:29: Und dann kommen dazu noch Fördermittel für vielfältige Kulturen, Kennarten auf Dauer Grünland, Dauer-Grünland Extensivierung Brachflächen und so weiter.

00:13:41: Wenn ich Sie richtig verstanden habe Herr Funke dann ist das gut angelegtes Geld.

00:13:45: Man kann das umrichten.

00:13:47: Dann kommt ungefähr raus dass jeder Bürger Brandenburgs Berlins der Europäischen Union So ein knappem Euro am Tag dafür zahlt Für dieses sichere Ernährungssystem

00:13:59: Schnäppchen

00:14:00: würde ich so nicht sagen, diese einen Euro den sieht der eine so oder andere so.

00:14:04: Aber die Sicherernährung muss uns was wert sein.

00:14:09: umgerechnet pro Kopf zahlt am Ende der Steuerzahler knapp ein Euro am Tag für ein starkes Angebot.

00:14:17: Der neue, mehrjährige Finanzrahmen der EU soll grundsätzlich umgebaut werden.

00:14:22: Das haben Sie eben schon kurz skizziert und die Vorschläge der EU-Kommission und des EU-Parlamentes gehen dabei gehörig auseinander habe ich gesehen.

00:14:32: Bisher hat die EU relativ klar getrennte Töpfe darunter Agrarpolitik, Koessionspolitik also Die Angleichung der Lebensverhältnisse und ländliche Entwicklung.

00:14:45: künftig sollen in National and Regional Partnership Plans einige dieser Töpfe zusammengeführt werden.

00:14:54: Und dann geht es um die Verzahnung von Landwirtschaft, ländlichem Raum, Koalition und weiteren Politikbereichen – genau hier liegt meines Erachtens eine der spannendsten Fragen für Brandenburg!

00:15:07: Denn die Kommission argumentiert, es gibt weniger Silos mehr Flexibilität.

00:15:13: Alles ist besser auf nationale und regionale Bedürfnisse zugeschnitten.

00:15:18: Würde das Ihrer Ansicht nach nicht funktionieren Herr Funke?

00:15:22: Wir machen ja ständig den Vorwurf an Brüssel, die sind so bürokratisch ne.

00:15:27: Das wird ja auch in Brüssel gehört.

00:15:28: und dann sagen wir in Bristle okay da müssen wir gucken dass wir die Dinge einfacher gestalten weil Brüssel ist ja auch sehr kompliziert.

00:15:35: Wenn man nach Brüssel fährt und fragt, warum habt ihr dieses oder jedes Gesetz oder Verordnung so kompliziert gemacht?

00:15:41: Dann kriegt man in Brüssel immer zur Antwort.

00:15:43: Das waren nicht wir, das war Ihr Deutschen!

00:15:45: Ihr habt es zu kompliziert umgesetzt.

00:15:47: Natürlich hat in dieser global veränderten Lage Ukraine Krieg die Auseinandersetzung in Israel ... die China mit diesen oder jenen Nachbarn betreibt und die Europäische Union muss sich diese globalen Entwicklungen auch anpassen.

00:16:03: Wir sehen, dass die Chinesen enorm wettbewerbsfähig werden.

00:16:07: Wir bangeln ja gerade um die deutsche Autoindustrie und fragen uns ja auf welche Zukunft hat sie gerade?

00:16:12: Europa muss wett bewerbsfeger werden!

00:16:15: Und da hat Ursula von der Leyen einen Vorschlag gemacht.

00:16:17: er ist zu verstehen aber irgendwo muss es ja wegnehmen Wenn sie Dinge neu gestaltet und das Ganze muss in einem finanziellen Rahmen passieren.

00:16:27: Und sich stellt sich da die Summe vor für die nächste Förderperiode, also für die nächsten sieben Jahre von zwei Billionen Euro.

00:16:33: Für sieben Jahren für die ganze Europäische Union.

00:16:36: Na einer muss das ja einzahlen diese Summe!

00:16:39: Jetzt wird es ja kompliziert... Also wir als Brandenburger sagen natürlich wir wollen eine finanziell stark ausgestattete EU weil wir wollten auch viele EU-Programme mitnehmen.

00:16:49: Aber einer muss einzahlen und der eine, der heißt zum Beispiel Friedrich Merz.

00:16:53: Also die Bundeskanzler aller europäischen Staaten, die Staats- und Regierungschefs müssen sich im EU-Rat und da läuft es wohl jetzt auf den Dezember hinaus hinsetzen.

00:17:03: dann gibt's die sogenannte Nacht der Langmesser und dieses Paket dann schnüren.

00:17:08: das ist so ganz wichtig weil im nächsten Jahr sind in Frankreich Wahlen und man weiß nicht so genau welche Rolle Frankreich im nächsten Jahr einnehmen wird, wenn Macron nicht mehr da ist.

00:17:18: Und Macron ist ein glühender Europäer und da gibt es jetzt große Befürchtungen, dass Frankreich vielleicht diese Stärke denn endlich mehr haben könnte, wenn da einen Nachfolger XY ihn dann mal ablösen sollte.

00:17:32: Also gehen wir mal davon aus.

00:17:33: Es wird zu einer Einigung kommen.

00:17:34: Dann haben wir den finanziellen Rahmen stehen und dann wird's bei den Vorschlägen die Ursula von der Leyen gemacht hat sicherlich eine Reihe von Korrekturen geben.

00:17:43: Das EU-Parlament ist ja mit eingebunden.

00:17:46: Im Agrarbereich liegt jetzt von Norbert Linds, einem EVP-Abgeordneten ein entsprechender Bericht vor und der wird ja Eingang finden in die Vorschläge.

00:17:56: Und da ist zum Beispiel dieses Thema Kapungdigration ganz anders beschrieben worden.

00:18:01: mit ganz anderen Summen kommt also der Ost- und Norddeutschen Situation schon mal viel weiter entgegen und dann sieht man wie Politik sich auch bewegt bis innerhalb von zwölfen Monaten viele Bewegungen drin sind und jede Aktivität auch von uns Brandenburgern nach Brüssel zu fahren, die Gespräche hier zu suchen.

00:18:17: Das findet ja jetzt schon seinen Niederschlag – man kann es schon erkennen aber wir sind noch nicht am Ziel!

00:18:23: Das EU-Parlament fürchtet angesichts dieses Kommissionsvorschlages dass die Töpfe ineinander fließen das die Landwirtschaft gegen andere Bedarfe in der EU ausgespielt wird.

00:18:41: Ist das auch ihre Befürchtung?

00:18:44: Ja, die machen da diesen Vorschlag mit diesem nationalen, regionalen Partnerschaftsfonds.

00:18:48: Und der wird wohl auch so kommen in jeden Fall so um einen Stand heute.

00:18:52: und Brüssel sagt wir geben euch nach Berlin das Geld ihr verteilt dir Deutschland selber!

00:18:59: Das ist ein ganz anderer Schritt als bisher dass Brüssel sozusagen die Zuweisungen für die Bundesländer mit den einzelnen Programmen also mit den verschiedenen Fonds gemacht hat, sagt Brüssel jetzt euch einen Rahmen, schieben das Geld rüber und ihr verteilt innerhalb Deutschlands die EU-Gelder nach dem Rahmen Nationalregionalpartnerschaftspläne.

00:19:21: Ihr verteilt das Innerhalb Deutschlands!

00:19:23: Und das wollen wir nicht weil wir sehen natürlich dass in Verteilungskämpfe innerhalb Deutschland stattfinden.

00:19:28: Wir ziehen also noch eine Ebene ein der Verwaltung und darin sehen wir auch ne große Gefahr und deswegen wollen wir so viel wie möglich garantierte Zusage haben aus Brüssel.

00:19:39: Für das, für dass, für das gibt es die Summen und dafür kämpfen wir

00:19:42: jetzt.".

00:19:43: Das ist ja ein sehr interessanter Move Herr Funke weil man sich doch so schön angewöhnt hat in der Politik zu sagen wenn's blöd läuft dann hat's Brüssel verbockt und wenns gut läuft dann haben wir selber gut gemacht.

00:19:57: da muss man sich da so ein bisschen korrigieren oder?

00:19:59: Nur sind sie auch hier auch europapolitischer Sprecher.

00:20:03: Finden Sie das jetzt gut oder schlecht, dass wir da im Mäckern umschränken müssen?

00:20:08: Ich habe ja schon ein paar von diesen neuen Förderperioden diese Übergänge so miterlebt und dann wird hart gefochten.

00:20:15: Und am Ende wird ein Paket stehen.

00:20:17: Wenn man aus der Brüsseler Perspektive schaut, muss man sagen natürlich die Europäische Union als Sicherheitsgarant für Europa muss wachsen Es müssen neue Mitglieder in die Europäische Union kommen, das heißt diese Spielregeln zu definieren wird immer komplizierter.

00:20:34: Aber natürlich muss Moldawien in die EU kommen und Albanien und alle anderen die da Interesse haben müssen weiter geprüft werden unter Chance haben.

00:20:44: aber dann brauchen wir eine europäische Politik die man überhaupt auch noch verwalten kann.

00:20:48: und aus dieser Überdehung kommt es ja dass man sagt Passt auf, also in Busse sagt man wir schaffen hier den Rahmen.

00:20:55: Wir geben euch so viel rüber und ihr könnt diese Geräte nach diesem Rahmen verwalten.

00:20:59: das ist schon nachvollziehbar aber da dürfen keine harten Brüche entstehen weil wir haben jetzt noch gar nicht über den ländlichen Raum gesprochen.

00:21:06: der ländliche Raum im Land Brandenburg hat viele Unterstützungsbedarfe.

00:21:11: Da ist einerseits die Landwirtschaft.

00:21:14: Es sind bestimmt in den nächsten Jahren viele Maßnahmen zu unterstützen.

00:21:18: zur Klimaanpassung, Stichwort Wasser da werden wir sehr viel tun müssen.

00:21:23: aber auch das ganz normale Dorfleben unserer schönen Liederprogramme.

00:21:27: Wir können auf diese Instrumente im Moment nicht verzichten und es ja eine wunderbare Sache dass wir ein Instrument haben wo in den Dörfern Vereine Privatpersonen Kirchen Gemeinden sich Projekte erdenken können und wir nach einem gewissen Spielregeln, die wir da haben, Projekten, die vor Ort erdacht wurden, denn auch unterstützen können.

00:21:49: Das ist ein tolles Instrument das man nicht aus Brüssel sagt oder Berlin oder aus Potsdam, dafür kriegt ihr Geld sondern dass man im Dorf denkt Wir haben hier eine Idee, wir haben ja ein Projekt das wollen wir umsetzen und es dann eben billig gibt die zur Realisierung zu bringen mit guten Fördersätzen.

00:22:06: Da haben diese Liederprogramme viel bewirkt Und die wollen wir natürlich auch erhalten.

00:22:10: Stehen

00:22:10: die im Moment auch auf der Kippe?

00:22:12: Im Moment steht alles auf der Küppe und wir werden jetzt in den nächsten Tagen sehr aktiv werden, und auch in Brüssel für den Erhalt der Liederprogramme, für Brandenburg eigentlich muss man sagen für die ganzen ostdeutschen Raum nochmal werben das dieses Instrument erhalten bleibt.

00:22:27: Die EU-Kommission hat ja vorgeschlagen dass ab hundert Hektar die Direktzahlungen gekappt werden sollen aus der ersten Säule Und Sie haben gerade schon den Kompromissvorschlag, der schon in Brüssel kursiert genannt.

00:22:44: Wie sieht denn der aus?

00:22:46: Im Grunde verbindlich im Raum steht eigentlich nur am Moment der Kommissionsverschlacht vom Juni-Firmundzwanzig an dem wir uns jetzt abreiben und den wir ja verändern wollen.

00:22:55: Und diese Kappungdegression war in den ersten Vorschlägen gleich mit dabei.

00:22:59: und da können wir aus Brandenburg heraus nur die Argumentation wiederholen, die wir schon immer gesagt haben Diese Großbetriebe in Ostdeutschland, die sind nicht entstanden mit der Kollektivierung einer Nachkriegszeit.

00:23:12: Es gab schon immer eine ostelbische Güterstruktur.

00:23:16: also von Hannover bis Königsberg finden sie eigentlich diese großen Güter als anderes ländliches Modell im Gegensatz zu dem klassischen Bauernhof.

00:23:26: Genau aber die haben ja nun mal den ländlichen Raum geprägt über viele Jahrhunderte.

00:23:31: Die sind ja diejenigen, die die große Struktur auch sozusagen entwickelt haben.

00:23:35: Ich erwähne es deswegen jetzt, weil immer gern gesagt wird.

00:23:38: Ja da war ja die Bodenreform und dann mussten sie sich alle zusammentunen usw.

00:23:42: Das hat das nochmal bestärkt.

00:23:44: aber die Ausgangsvoraussetzungen waren schon diese ostelischen Strukturen, die wir bei uns ja neben dem klassischen Bauernhof bis heute eigentlich sehr schön sehen wenn Sie nach Ribbe kommen.

00:23:55: Dann haben Sie ein Schloss Eine Brennerei, ein Kuhstall eine Scheune.

00:24:01: Die Schnitterkaserne die Schule die Gaststätte also so ne ganz klassische Güter Struktur und der Adelie der dem Vorstand also dieser von Rippeck dann in dem Fall ja Der hatte natürlich auch eine hohe soziale Verantwortung weil er war für die Leute zuständig selbst die Kirche war im Patronat das Gehalt des Fahrers hatte der gut herzutragen die hatten schon hohe sozial und ökonomischer Verantwortung.

00:24:28: Und jetzt mal zur Landwirtschaft, wenn wir heute von einer Hektarprämie reden, die sagen wir so ein paar Pflichtbedingungen erfüllt.

00:24:35: Die heißen Glötz sind die Standards für den guten landwirtschaftlichen ökologischen Zustand.

00:24:40: Die gibt es dann eins bis sowieso sehr genau definiert, sehr deutsch Glötze.

00:24:46: Sie erhalten diese Prämie in der ersten Säule nur, wenn sie diese Glötzer alle sozusagen auch erfüllen.

00:24:55: Da gibt es dann diese Ökoregelung.

00:24:56: Da ist dann so ein Katalog, also so einen Schubladensystem, da können Sie sagen bei der Schublade passt mein Betrieb gut rein, bei der, bei dieser... Also ich verzichte auf Pflanzenschutz oder ich kann so in so vielen Kindarten nachweisen oder ich stelle meinen ganzen Betrieb auf ökologische Landwirtschaft um, da sind sie noch ein bisschen variabler und dieses System dieser zwei Säulen wollen wir eigentlich beibehalten.

00:25:17: jetzt müssen wir gucken dass dieses neue System so nah wie möglich, so gut wie möglich an dieses bisherige System anschließt.

00:25:24: Und die Crux ist, was ärgert mich eigentlich am meisten.

00:25:28: So ein neues System zu etablieren der Agrarförderung ist wahnsinnig kompliziert von Verwaltungsseite her aber auch vor den landwirtschaftlichen Betrieben her und dann hat man so zwei drei Jahre Anlaufzeit bis denn alles rund läuft.

00:25:41: nach sieben Jahren ist diese Förderperiode schon wieder rum.

00:25:43: also wir haben jetzt ein funktionierendes System.

00:25:46: das war also ziemlich chaotisch als dieser Förder periode losging mit den ganzen neuen Bestimmung mit den ganzen neuen Programmierungen für die Antragstellung usw.

00:25:55: Das funktioniert dieses System eigentlich ziemlich gut und ließe sich auch weiterentwickeln, aber jetzt kommt die Kommission mit einem ganz neuen Vorschlag und alles steht wieder auf dem Kopf!

00:26:04: Und da muss ich sagen das erinnert mich schon dass diese Brüche denn so hart werden.

00:26:09: zwischen diesen Förderperioden ja?

00:26:11: Aber daran arbeiten wir ja und ich denke Dezember-Januar wären wir mehr zu wissen.

00:26:16: Wenn ich sie jetzt fragen würde ne Was würden Sie sich wünschen, wenn sie es morgen umsetzen könnten?

00:26:23: Das gehört auch zum Fontane-Fragebogen.

00:26:26: Wenn Sie jetzt so drei Maßnahmen, drei Lieblingsmaßnahmen vornehmen und morgen Quaordre der Akka Mufti umsetzten könnten – was wäre das wohl Herr Funke?

00:26:39: Wenn wir bei der Landwirtschaft mal bleiben, dann wünsche ich mir die Einsicht, dass ein Hektar ist.

00:26:45: Und ein Hekter muss ordentlich bewirtschaftet werden.

00:26:47: Ob der Hektor in einem großen Betrieb oder im kleinen Betrieb ist, ist dem Hekta völlig egal!

00:26:52: Der Hektor ist ordentlich zu bewirtschaften nach allen Umweltstandards und Anforderungen, die wir nun einmal haben.

00:26:58: Da wünschte ich mir schon, dass diese Sicht in Deutschland durchsetzt diese Weise auch zu einem gerechten Premiumsystem kommen, wo wir die Leistung auf dem Hektar am Ende auch vergüten oder den Nachteilsausgleich haben.

00:27:14: Das ist schon ein bisschen kompliziert vielleicht vom Verstehen her aber mein Wunsch da müssen wir hin.

00:27:19: Diese Lösung wird in dem Land Brandenburg auch am weitesten entgegenkommen

00:27:22: und das waren dann schon alle drei Maßnahmen?

00:27:24: Na ja wenn wir bei der Landwirtschaft bleiben.

00:27:27: wir haben zwei große Herausforderungen.

00:27:29: nach der Landwirtschaft kommt die Verarbeitungswirtschaft und da sind wir zu schwach Wenn ich die Strukturen der Mühlen anschaue, der hat die Getreide aufnehmen.

00:27:38: Molkereien und Schlachtereien.

00:27:39: Ich sehe dass diese Verarbeitungsebene zu stark sich aus Berlin in Brandenburg zurückgezogen hat Und wir brauchen Schlachthöfe.

00:27:48: wie weit wollen denn die Tiere noch fahren?

00:27:50: Vielleicht auch noch stärker zusammen mit Berlin vielleicht auch mit dem Blick nochmal Dass wir zunehmend Menschen haben mit Migrationshintergrund Die also kann sich Schweinefleisch nicht essen.

00:28:02: Das heißt, wir auch gucken das im Bereich Geflügel scharfe und Rinder ziegen.

00:28:07: Da haben wir gute Voraussetzungen für weil wir viel Grünland haben, dass wir aber auch da die Veredelungskette noch besser hinbekommen.

00:28:14: Und der dritte Wunsch ist natürlich im Bereich Wasser zu sehen.

00:28:17: Wir haben diesen Klimawandel.

00:28:19: Die Daten von diesem Jahr sind wieder so mehr als eindeutig.

00:28:22: Die französischen Weitbrände sind wirklich niemand entgangen Aber wir stecken mittendrin Den Wasserrückhalt in der Landschaft, in der Fläche des Landes Brandenburg besser organisieren müssen.

00:28:36: Wasserbauliche Maßnahmen fördern müssen, anders Wassermanagement und Wasserregulierung.

00:28:42: In dem Bereich müssen wir viel besser werden, da brauchen wir viel Geld.

00:28:45: Viele Leute müssen auch viele Interessen unter einen Hut gebracht werden, weil die Stauhöhe von Wasser... Ihr seht da eine so, der andere so und dazu werden wir auch die Unterstützung von europäischen Geldern brauchen.

00:28:56: Ist das denn nicht so dass die EU da auch Lenkungswirkungen entfalten könnte?

00:29:03: Also in den Vorschlägen der EU-Kommission ist ja jetzt schon drin die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.

00:29:08: Da reden wir jetzt nicht nur von Mikrochips und selbst fahrenden Autos.

00:29:11: natürlich müssen wir diesen Block Wett Bewerbsähigkeit auch nochmal beleuchten.

00:29:15: Welche Dinge kann man eigentlich in der Landwirtschaft wettbewerbsfähiger machen?

00:29:19: Und da ist dann diese Verehnung, also Wertschöpfung in einer Tierhaltung.

00:29:24: Da können wir besser werden.

00:29:25: Beim Wasserbarkeit können wir bessern werden.

00:29:27: ja und da würde ich mal heute sehr stark erhoffen dass diese Stärkung der Wettbewerkstätigkeit ein Form wird der Europäischen Union von dem die Landwirtschaft teilhaben kann das wir unsere Themen auch vorantreiben können.

00:29:39: Also das wäre ja denn eine dieser Mischtöpfe oder

00:29:43: Genau, am Ende haben wir hier in Brandenburg ein Wirtschaftsministerium und Landwirtschaftsministerien.

00:29:48: Wir haben die ILB also praktisch die Umsetzungsbehörden.

00:29:51: ja.

00:29:51: aber ich hoffe dass die Fonds die da neu entstehen auch dem ländlichen Raum auf den verschiedenen Gebieten, Landwirtschaft Gartenbau, Forstwirtschaft zu gute kommen.

00:30:02: unter der großen Überschrift wird bewerbsfähiger werden.

00:30:04: Jetzt möchte ich nochmal auf einen Punkt zurückspringen, den Sie eben schon paar mal angetippt haben, nämlich die Sache mit dem Wasser.

00:30:13: Ist es so dass die EU schon genug darauf schaut wie die Folgen des Klimawandels abzufedern sind?

00:30:23: Also gerade die Entwicklung der letzten Wochen von Frankreich bis Deutschland, bis Fristenwalde.

00:30:29: Man hat ja schon den Eindruck, dass sie extreme Ereignisse nehmen zu und das ist ja nochmal ein Plädoyet dafür, dass wir die Landennutzung wirklich europaweit aufrecht erhalten.

00:30:42: Wir wissen doch, dass im Süden Spanien, in Süden Italiens Griechenland werden Höfe aufgegeben weil es nicht mehr geht Weil die Böden das nicht mehr zulassen, der Niederschlag ist die hohen Temperaturen nicht zu lassen.

00:30:53: Die Leute wegziehen.

00:30:54: Wir sind gut beraten da wo man Landwirtschaft betreiben kann auch die Landwirtschaft zu sichern und einen Rahmen zu schaffen Wo das geht, dass gleiche gilt übrigens für den Gartenbau und die Forstwirtschaft.

00:31:05: Und so mal jetzt auf Brandenburg runtergebrochen.

00:31:08: Ich habe neunzehn in dem Landtag.

00:31:10: Da gab es hier viel Diskussion um den Wald.

00:31:13: Ich nenne mir jetzt keine Partei Aber eine hatte immer versucht die Douglasie ein Baum, der schönes Holz produziert als Teufelszeug zu verkaufen weil Einwanderer und Neumodisch usw.

00:31:24: Also es wurde hier mit Hingabe eine Diskussion geführt darf die Douglasie in Brandenburger Wildern stehen oder nicht?

00:31:30: Zehn Jahre später werden einfach Fakten geschaffen die dem Klimawandel deutlich gerechter werden.

00:31:36: wir haben jetzt Förderinstrumente für Waldumbau mit neuen Baumarten also Baumarten die eigentlich gar nicht so ganz heimisch sind Aber von denen die Fachleute glauben, in den nächsten Fünfzig und einhundert Jahren könnten diese neuen Baumarten in unseren Wäldern zurechtkommen.

00:31:53: So einen Förster muss ganz schön in die Glaskugel schauen.

00:31:56: aber die haben eben jetzt reagiert und haben das Baumartenspektrum erweitert bei der Förderung von Waldbaumarten.

00:32:02: Bei den Alleebäumen gibt es jetzt einen neuen Katalog der empfohlenen Allee-Bäume für das Land Brandenburg.

00:32:07: Der ist auch erweitert worden um Baumarten, die hier eigentlich nicht so heimisch sind.

00:32:11: Da sieht man sowohl bei dem Thema Allén als auch beim Thema Waldumbau und Bäume das eben Anpassungsprozesse stattfinden, die vor zehn Jahren hier noch unmöglich waren.

00:32:23: Und natürlich müssen wir uns damit beschäftigen welche Pflanzen wachsen hier noch.

00:32:28: am Thema Bäume erst mal anfangen

00:32:30: Ja, aber wir haben ja auch einen ziemlichen Wassermangel hier an vielen Orten.

00:32:35: Wir müssen dafür sorgen dass Wasser in der Landschaft zurückgehalten wird.

00:32:41: Wird das ein eigener Förderpunkt in der Agrarpolitik werden?

00:32:45: Was denken Sie?

00:32:46: Wasserholkheit in der Landschaft ist eine schöne Überschrift, die kann man erst mal so einen Raum stellen.

00:32:51: Dann heißt es ja wo wird's jetzt konkret?

00:32:53: Die engste Verbindung der Landwirtschaft besteht zu den Wasser- und Bodenverbänden.

00:32:58: Das sind diese Creme und Schöpfwerk oder Stauwerke in den Flächen betreuen Und wir haben viele Niederungsgebiete und die leben natürlich davon.

00:33:06: Der alte Fritz hat schon mal angefangen unsere Region hier mal bewirtschaftbar zu machen.

00:33:11: Aus Sicht der Landwirtschaft ist ein sehr gut gepflegtes System an Treben, Stauwerken, Schöpfwerken bei dem man Wasser auch in zwei Richtungen also Zulaufablauf regulieren kann.

00:33:23: Das ist so die Richtung in die wir gehen müssen.

00:33:25: ja das ist aber nur der Bereich der Landwirtschaft.

00:33:29: Man kann natürlich den Rahmen auch ein bisschen weiter fassen und sagen Wir haben hier auch eine Verantwortung für Berlin.

00:33:35: Wie kommt eigentlich Berlin zu seinem Wasser in Zukunft?

00:33:38: Da

00:33:38: sind wir als Brandenburger ja auch gerne schon mal ein bisschen bär bei sich, ne?

00:33:42: Ja und die Berliner noch ein bisschen stur.

00:33:45: Aber wir sind als Agrarumweltausschuss an diesem Thema natürlich dran.

00:33:49: Ich sag mal es ist noch sehr ruhig eigentlich um dieses Thema gelaudet wird an Dynamik noch viel gewinnen müssen.

00:33:54: Die Stadt Berlin hängt ja an diesen zwei kleinen Flüssen Spree und Hafe Und Berlin.

00:34:01: Das kann man sehr schön sehen im Klärwerk in Wassmannsdorf.

00:34:06: Da wird Wasser gereinigt für eine Million Menschen.

00:34:10: Und dieses gereinigte Wasser fließt in die Spree und diese Stadt Berlin lebt schon heute davon, dass sie so ein Schleusensystem hat.

00:34:20: Also Wasser wird in Berlin zurückgehalten.

00:34:22: Die ganze Havel ist ja sozusagen gesichert durch die Schleusan.

00:34:25: Die nächste steht dann in Brandenburg an der Havel.

00:34:28: In Berlin muss viel Wasser versickern damit man über dieses Uferfiltrat dann wieder am Ende Trinkwasser gewinnen kann.

00:34:35: Und da ist, wenn man jetzt mal ein Beispiel ... Wasmannsdorf sich das anschaut vor Ort, da kann man auch hingehen und sich das mal zeigen lassen schon heute ein sehr enges System des Wasserkreislaufs.

00:34:48: Jetzt ist der zuverlässigste Partner bisher ja die Spree- und die Spreeder fließt Wasser weil unsere Tagebauer Wasser abpumpen aus der Braunkohle.

00:34:58: aber wir wollen ja aussteigen.

00:35:00: Also wir stehen nicht in irgendwanner Zukunft, sondern wirklich schon in den nächsten Jahren von einer ganz großen Herausforderung diesen Spree-Wasserhaushalt so zu stabilisieren.

00:35:11: Und da müssen jetzt viele Unternehmungen gemacht werden.

00:35:15: Wenn der Kohleausstieg kommt gibt es diese Abpunktwirkungen nicht mehr, diese Sumpfungswasser muss der Spree weit stabilisiert werden dann muss die Stadt Berlin stabilisiert wird.

00:35:24: also ich kann's mir selber noch nicht richtig vorstellen bin auch kein Wasserbauingenieur.

00:35:28: Das ist den riesigen Herausforderungen vor uns.

00:35:31: Ein wesentlicher Seufzer immer!

00:35:34: Wenn wir nach Brüssel blicken, ist natürlich die Bürokratie.

00:35:39: Das haben wir von der ganzen Weile schon gestreift.

00:35:43: Sehen Sie denn das im neuen Vorschlag der EU-Kommission für den mehrjährigen Finanzrahmen?

00:35:50: Für den Bereich der gemeinsamen Agrarpolitik?

00:35:54: die Entbürokratisierung drin ist, Herr Funke?

00:35:58: Eine

00:35:58: Entbюrokratierung und Bürokratieabbau sind ja so Modeworte geworden, die jeder so gerne in Mund nimmt.

00:36:04: Was ich ganz deutlich sehe, ist diese harten Beriche von der einen Förderperiode hin zur nächsten.

00:36:11: Die schaffen halt so ein Lernprozess, sie schaffen neue Bürokratee.

00:36:15: und diese Lernphase damit umzugehen mit den neuen Förderinstrumenten – da sind wir denn drei Jahre weg!

00:36:21: Dann geht die aber nur sieben Jahre Denn da sind alle im System drin.

00:36:25: Die Behörden, die die Gelder verteilen und dann haben sich dann alles dran gewöhnt.

00:36:28: aber so drei Jahre ist schon realistisch bis das ganze System dann so richtig rund läuft.

00:36:34: Und auch die letzte Kreisverwaltung und der letzte Landwirt damit denn zurecht kommt ja?

00:36:39: Dann sind nur noch vier Jahre und dann bricht es zusammen und dann kommt schon wieder ein neues großes System.

00:36:44: Also ich will jetzt mal nicht die Bürokratie als solch verteufeln.

00:36:47: Verwaltung muss ja auch erlernt sein und wir müssen uns alle unseren Realitäten anpassen.

00:36:52: Aber diese harten Brüche Da hoffe ich, dass diese neue System vielleicht doch besser ans alte System anschließt.

00:36:59: Das muss ja nicht stillstehen.

00:37:01: aber so ganz neue Systeme mit ganz neuen Programmierungen und alles von null anfangen da habe ich ein bisschen Sorge vor das der Bruch zu hart wird.

00:37:08: Und Brüssel macht sich natürlich auch ein bisschen schlanken Fuß mit diesem nationalen regionalen Partnerschaftsfonds.

00:37:15: Wir werden hier so viel beschimpft.

00:37:17: wir machen jetzt mal hier So einen europäischen Rahmen, den schieben wir euch rüber nach Berlin und geben euch das Geld.

00:37:24: Und ihr verteilt denn nach europäischen Vorgaben die Gelder innerhalb Deutschlands?

00:37:29: Da wird noch eine neue Bürokratieebene geschaffen und diese Konstruktion macht mir ein bisschen Angst ist aber auch noch ein bisschen diffus.

00:37:36: vielleicht alles zum jetzigen Zeitpunkt da müssen wir ganz genau hinschauen.

00:37:40: Wo würden sie denn Bürokrate abbauen ohne dass man Schaden anrichtet?

00:37:46: hätten Sie da so aus dem Lamenken Vorschlag.

00:37:49: Ich bin der Landtagsabgeordneter, ich mache ja keine Brüßlergesetze und keine Bullisersetze.

00:37:53: Aber hier im Landtag haben wir dieses Thema sehr groß und haben jetzt schon ein zweites größeres Paket durchs Plenum gebracht, Bürokratie erbauen, versuchen Dinge einfacher zu machen zu verschiedenen Themen.

00:38:04: Wird's Ihnen mal sagen an einem Beispiel?

00:38:05: Ich habe eine Berichtspflicht zu reduzieren.

00:38:11: Im Nationalparkgesetz für den Unteresordertal stand eine jährliche Berichtspflicht des Nationalparkes hier im Landtag.

00:38:18: Jetzt tut sich nicht so wahnsinnig viel innerhalb eines Jahres, war die Frage muss der Bericht jedes Jahr erfolgen oder alle drei Jahre?

00:38:26: Wir haben uns dann auf alle drei jahre verständigt also ist das Gesetz jetzt dementsprechend angepasst worden.

00:38:31: aber die Nationalparkberichterstattung berührt ja nicht die Lebensrealität der Menschen am Land.

00:38:37: Das heißt dieser Bürokratieabbau ist eigentlich an meiner Sicht so ein permanent Prozess und der Kollege der den Ausschuss leitet Der hat dann irgendwo mal gesehen, in einem anderen Bundesland ist man auf die Idee gekommen alle Berichtspflichten abzuschaffen.

00:38:52: Es sei denn es besteht ein besonderer Grund für eine Berichtspflicht!

00:38:57: Man muss schon auch sagen... Die Landtagsabgeordneten der vergangenen dreißig Jahre haben wir Gesetze verabschiedet und vielleicht wahnsinnig manchmal nicht so sicher ob das jetzt Gutes oder Schlecht ist und haben dann immer noch so eine Berichtspflicht reingeschrieben.

00:39:12: Und wir sehen heute, dass ganze Verwaltung mit der Erfüllung dieser Berichtspflichten beschäftigt sind.

00:39:18: und wenn man jetzt einfach nur dieses ein Segment mal berichtspflichtend sich verordnen und nimmt sich jetzt mal zwei Jahre Zeit diese Thema durch zu deklinieren um denn wirklich einen harten Schnitt zu machen kommt weg damit und nur die wichtigsten dürfen bleiben.

00:39:34: Wenn man diesen Prozess auf andere Themen dann überträgt und als Prozess sozusagen am Leben hält.

00:39:41: Denn dann kommen wir runter von den Sachen, die Dinge, die jetzt vom Puzzle kommen sind immer neue Systeme, da bricht ein altes System weg, neue kommen hinzu.

00:39:49: Diese Umstellungsphasen machen mir schon ein bisschen

00:39:51: Angst.".

00:39:52: Dann geben wir doch einfach nochmal zurück zum Fontane-Fragebogen.

00:39:55: Herr Funke Dennen!

00:39:56: Wie würden Sie eigentlich das Geld einteilen zwischen der landwirtschaftlichen Produktion von heute?

00:40:03: und den Voraussetzungen dafür, dass in Brandenburg auch in zwanzig Jahren noch Landwirtschaft möglich ist.

00:40:14: Also mit der Landwirtschaft haben wir eine Branche die schon immer sich dynamisch entwickelt hat?

00:40:19: Aber es gibt so viele Themenfelder, wo wir Forschung und Entwicklung brauchen.

00:40:23: Und ihr will natürlich das neben dieser Einkommensstabilisierung, die für den dünnlichen Raum ja so wichtig ist, auch Fortschritt stattfindet.

00:40:32: Da können wir mal so ein Beispiel rausziehen.

00:40:34: Pflanzenschutz?

00:40:37: Müncheberg!

00:40:38: Wir sehen dass wir Schad-Erreger bekommen, kleine Insektenpflanze, Kräuter, die wir bisher nicht kannten.

00:40:46: Nicht alle sind gleich schädlich, aber jetzt haben wir diese Zikade.

00:40:50: Schilfglas macht bei der Rübe vier Schaden und die kann eine Möhre zerstören.

00:40:55: Die kann eine rote Beete zerstören, die kann alle möglichen Früchte zerstörten.

00:41:00: Das heißt es kommen Dinge auf uns zu, die wir heute noch nicht haben durch den Klimawandel und wir müssen handlungsfähig bleiben das wir bestimmte Kultur noch anbauen können.

00:41:10: Im Moment haben wir große Probleme.

00:41:12: Die Grabskultur ist eine sehr wertvolle Ö-Pflanze, die auch hochwertige Futtermittel liefert zu halten.

00:41:18: Weil die Erreger, die alle bekannt sind, lassen sich sehr schwer bekämpfen und genau sind, brauchen für Forschung und Entwicklung um da weiterzukommen.

00:41:26: Gezielte Bewässerungen einsetzen, da gibt es glaube ich ganz großen Forschungsbedarf.

00:41:31: dann sehen wir ja dass die Antriebstechnik in der Landwirtschaft basiert eigentlich zu neunundetzig Prozent auf Diesel also auf herkömmlichen Kraftstoffe.

00:41:41: Die Antriebstechnik ist schon auch eine energieverbrauchende branche und der transportbranche muss natürlich diesen schritt in richtung elektrisches fahren wasserstoff oder kraftstoffe die vom acker kommen ja also diesen übergang hinkriegen.

00:41:59: kurz um wir haben große große forschungs- und entwicklungsbedarfe im agrarbereich.

00:42:05: da muss natürlich mit diesen zukunftsforms die die Kommission ja jetzt schon vorsieht.

00:42:10: Wettbewerbsfähigkeit auch entsprechend Gelder zur Verfügung stehen.

00:42:13: Fünfzig Prozent der Gelder für die Landwirtschaft von heute und fünfzig für die Forschung, die Zukunft von morgen oder?

00:42:21: Da würde ich mir gar nicht so hinreißen lassen.

00:42:23: Es gibt ja auch noch so wichtige Bereiche wie Bildung, Forschungsentwicklung, Bildung.

00:42:29: Ich würde jetzt keinen dieser Bereiche versuchen gegen dann ausspielen wollen.

00:42:33: Man muss schon auf ziemlich vielen Bereichen unterwegs sein, um diese Europa weiterzudenken.

00:42:39: Aber der Austausch der Leute ist enorm wichtig und Bauern reisen so gerne.

00:42:44: Die haben zwar nicht viel Zeit aber wenn die Reisen dann reisen die richtig, dann darf die Reise auch mal drei Euro mehr kosten, aber unterwegs sein in der Welt andere Betriebe angucken sich mit Bauern treffen nach Russland reisen war natürlich vor diesen ganzen putin irrsinn auch in der landwirtschaft sehr verbreitet.

00:43:03: auf russischen betriebene getreide erntete mitzumachen gibt viele deutsche praktikanten die in russia fahren wirklich jetzt in den letzten jahren.

00:43:10: also dieser austausch bei den ländlichen themen hat eine ganz große bedeutung.

00:43:14: gut wollen wir uns also nicht festlegen.

00:43:18: aber jetzt gehen wir zum fontane fragebogen zurück her funke.

00:43:23: Welche politische Entscheidungen der vergangenen Jahre supporten Sie immer noch?

00:43:29: Also das größte Ereignis für mich, muss man sagen ist eigentlich Schengen.

00:43:33: Und dieses Schengern ist mir jetzt so ins Bewusstsein nochmal gekommen.

00:43:36: Ich war übrigens mal im Ort Schengert und bin mit dem Fahrrad die Mose lang gefahren.

00:43:40: Aber die Grenzkontrollen, die wir jetzt haben auch an der politischen Grenze.

00:43:44: Die haben diese Sensibilität des Themas noch mal zu Tage befördert und das Bewusstsein dafür geschärft wie großartig Schengen eigentlich ist.

00:43:55: Da hängt mein Herz dran!

00:43:56: Welche EU-Regel würden Sie am liebsten über Nacht ändern Herr Funke?

00:44:00: Also mich wurmt im wahrsten Sinne des Wortes sehr die Wiederherstellungsverordnung der Natur.

00:44:06: in Brüssel Denkt man, wir müssen der Natur was Gutes tun und denkt sich da ein Regelnwerk aus.

00:44:11: Was völlig verkannt wird wie in Brandenburg gerade nach dem Fall der Mauer haben in den letzten dreißig Jahren unglaublich viele Schutzgebiete ausgewiesen.

00:44:20: Wir haben so viel gemacht für den Erhalt der Natur und des Naturschutzes Und jetzt haben wir Schutzgebieten nach Landesrecht, nach Bundesrecht, Nach europäischen Recht.

00:44:30: Dreiunddreißig Prozent der Landesfläche stehen unter Landschaftsschutz, also unterliegen schon heute starken Einschränkungen.

00:44:37: Und jetzt kommt von Brüssel nochmal die Glocke drüber und hemmt natürlich auch viele in ihrem Tun und ihren Planung Fläche zu entwickeln und Dinge weiterzudenken.

00:44:47: Diese Wiederherstellungsverordnung der Natur ärgert mich.

00:44:50: Ich bin sehr da für Natur weiterzuentwickeln aber wir müssen die Leistung, die wir hier im Land Brandenburg erbracht haben, die müssen wir denn noch mal anerkennen und nicht so tun, als würden wir am Punkt null stehen.

00:45:02: Und worin sind sie optimistischer?

00:45:04: Als man es vielleicht nach Lage der Dinge derzeit erwarten würde Herr Funke?

00:45:09: Mit Blick auf die jungen Leute glaube ich das bei uns doch viele Menschen heranwachsen, die Europa so selbstverständlich sehen für die Europa selbstverständig ist und die Europa auch nicht vermissen wollen.

00:45:21: Es sind nicht immer die lauten, die geben sich gern auch sehr kritisch und europaskeptisch und Europa feindlich.

00:45:28: Aber ich glaube doch, dass eine große Zahl von jungen Leuten da so reinwächst und sich ein Leben ohne Europa gar nicht so wirklich mehr vorstellen kann.

00:45:37: Da bin ich optimistischer als es manchmal der öffentliche anscheinend

00:45:40: ist.".

00:45:41: Was wäre Ihr persönliches EU-Projekt wenn Geld keine Rolle spielte?

00:45:46: Also was uns im Land Brandenburg hier besonders bewegt gerade ist die schlechte Infrastruktur in Richtung Polen.

00:45:53: Wir brauchen mehr Brücken für die Straße, für Autobahnen, den regionalen Verkehr und die Eisenbahnen.

00:46:00: Da müssen wir deutlich besser werden, weil wir einzehn müssen.

00:46:04: Polen macht gerade eine explosionsartige Wirtschaftsentwicklung.

00:46:09: Und wir sind der Nachbar von Polen.

00:46:11: Wenn wir da mitwachsen wollen, dann brauchen wir eine extrem gute Infrastruktur.

00:46:17: Dann gibt es noch viele andere.

00:46:18: Gründe, warum eine gute Infrastruktur in Richtung Polen wichtig ist.

00:46:22: Aber wenn Geld keine Rolle spielt, ich würde lauter in jedem Dorf ne Brücke

00:46:25: bauen.".

00:46:25: Was ist aus Ihrer Sicht derzeit die wichtigste Entscheidung, die in Brüssel für Brandenburg getroffen wird?

00:46:31: Ja, die wichtigeste Entscheidung ist ganz klar die Ausrichtung des Finanzraums und daraus sich ableiten denn den Umfang und die Qualität der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik und der Anspruch muss sein eine wirklich möglichst gemeinsame Agrarpolitik für die nächsten sieben Jahre auf die Beine zu stellen.

00:46:48: Ja, das wird noch ein herbestautziehende gerade wenn man auf die Franzosen guckt und auf die Polen.

00:46:56: vervollständigen Sie bitte noch diesen Satz Herr Funke Europa wird stärker sein wenn wir

00:47:05: unsere Nachbarn alle gut mitnehmen.

00:47:07: kurz und bündig ja.

00:47:08: Haben Sie sich jemals gewünscht, sie wären auf dem Acker geblieben statt in die Politik zu gehen?

00:47:13: Politik

00:47:14: ist ja so eine geschenkte, so eine geborgte Zeit.

00:47:17: Die hat auch ein Ende und wenn Politik mal vorbei ist dann kann ich durchaus wieder Trecker fahren oder Schafe hüten.

00:47:23: Da kann ich mich heute schon darauf freuen!

00:47:26: Ja, auf einen lustigen Urstand.

00:47:28: Ich danke Ihnen ganz herzlich dass Sie mir so viel Zeit gewidmet

00:47:31: haben Herr Funke.

00:47:32: Vielen Dank, hat mir Spaß gemacht bis zum nächsten Mal.

00:47:34: Und Ihnen, liebe Hörerinnen und Hörern, danke ich dafür, dass Sie eingeschaltet haben.

00:47:40: Ein großer Dank geht auch raus an die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung, die diese Folgen mitfinanziert von Brandenburger Tox EU-Kraseuropäisch dem Podcast des Europacentrums Potsdam!

00:47:55: Und falls Sie dieses Gespräch genauso spannend fanden wie ich Dann bewerten Sie uns doch auf unserer Plattform.

00:48:02: Das ist die, auf der sie uns gehört haben!

00:48:05: Ich freue mich wenn es Sterne regnet – das hilft uns nämlich bei der Sichtbarkeit.

00:48:09: Wir hören uns in zwei Wochen wieder.

00:48:11: Mein Name ist Stephanie Schuster.

00:48:12: Bis bald.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.