Koffer packen für die Karriere
Shownotes
Diese Folge entstand mit Unterstützung des Europa-Zentrums Potsdam und der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung. Wer sich selbst von Jana Böse beraten lassen möchte, findet sie hier: jana.boese@ihk-potsdam.de
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00:00:00: Es war das Jahr 1990, ich hab an der Humboldt-Universität studiert und ging an einem Nachmittag an einem Schaukasten vorbei von unserem Hauptgebäude.
00:00:08: Und da stand drin: ein Jahr Großbritannien, wir suchen noch Stipendiaten. Abgabeschluss
00:00:14: dieser Tag am Nachmittag um 16 Uhr, und es war vierzehn Uhr.
00:00:17: Ich habe mich also hingesetzt und das dann persönlich rumgebracht, und endete damit, dass ich ein Jahr ans Politechnikum nach Oxford gehen konnte und dort in meinem Studium - ich habe Lebensmitteltechnologie eigentlich studiert - ein Jahr praktisch dort studieren durfte.
00:00:32: Das erste Mal richtig von zu Hause weg.
00:00:34: Ein komplett anderes Land, eine komplett andere Sprache und ein komplett anderes Bildungssystem.
00:00:39: Alles auf einmal!
00:00:40: Da hat mir niemand geholfen, das für mich zu organisieren.
00:00:44: ich habe wirklich viel Zeit und Kraft da reingesteckt. Und das hatte ich mir immer mal vorgenommen.
00:00:48: wenn ich später mal kann, anderen Leuten dabei zu helfen, das zu organisieren, dass sie es nicht so schwer haben wie ich, dann würde ich das gerne tun.
00:00:57: Und deswegen bin ich eigentlich so glücklich, diesen Job hier zu haben, weil es mir einfach auch ein persönliches Anliegen ist, andere Leute dabei zu unterstützen.
00:01:11: Als wir in der jüngsten Podcast-Folge über Erasmusprogramme gesprochen haben, da ging es vor allem um Studierende und natürlich um das, woran viele zuerst denken an Auslandssemester.
00:01:23: Neue Städte, neue Freundschaften!
00:01:26: Tatsächlich hat dieses Austauschprogramm sogar einen ganz eigenen Mythos hervorgebracht.
00:01:31: Die Europäische Kommission hatte.
00:01:32: im Jahr aus dem Jahr ist eine Studie veröffentlicht – die fand heraus siebenundzwanzig Prozent aller Erasmus-Teilnehmenden haben ihren Lebenspartner in diesem Programm kennengelernt und man schätzt dass infolgedessen seither rund eine Million sogenannte Erasmus-Babys geboren worden.
00:01:54: Ob diese Zahlen nun exakt stimmt oder nicht?
00:01:56: Sie erzählt was Wichtiges über Europa!
00:01:59: Erasmuss ist mehr als ein Bildungsprogramm, es schafft Begegnungen Es verändert Lebenswege und manchmal begibt eine europäische Geschichte nicht in Brüssel sondern in einer WG Küche in Madrid einem Praktikumsbetrieb in Lyon oder auf einem Bahnhof im Krakau.
00:02:19: Was viele allerdings nicht wissen, diese Erfahrungen sind längst nicht mehr nur Studierenden vorbehalten auch Auszubildende können mit Erasmus
00:02:29: Plus
00:02:29: ins Ausland gehen.
00:02:31: Wie das funktioniert und warum davon nicht nur junge Menschen sondern auch brandniburgs Unternehmen profitieren darüber spreche ich heute mit Jana Böse von der IHK Potsdam.
00:02:43: sie ist Fachberaterin für das Projekt Berufsbildung ohne Grenzen.
00:02:47: Und dazu gibt's auch, wie immer unseren Fontane-Fragebogen – denn wir wollen ja nicht nur das Projekt
00:02:54: selbst
00:02:54: kennenlernen sondern auch die Europäerin dahinter!
00:02:59: Herzlich willkommen also zu einer neuen Folge von Brandenburg Talks EU-Krass europäisch dem Podcast des Europazentrums Potsdam.
00:03:08: Mein Name ist Stefanie Schuster und ich freue mich dass Sie eingeschaltet haben.
00:03:11: und guten Tag Frau Böse.
00:03:14: Schönen guten Tag, Frau
00:03:15: Schüster.
00:03:16: Frau Böse!
00:03:17: Wir holen schon eigentlich seit zwei Jahren Anlauf genau für diese Folge.
00:03:22: Ich bin total froh, dass Sie es heute geschafft haben.
00:03:27: quasi dampfen Ihnen ja auch noch die Socken weil sie gestern erst zurückgekehrt sind aus Köln und da ging's um nichts anderes als nur um Erasmus.
00:03:37: was haben Sie da gemacht, Frau Bösse?
00:03:39: Ja Erasmuss ist ja das Förderprogramm der EU Für die Jugend.
00:03:44: speziell haben wir dort einmal im Jahr meistens ein Netzwerk treffen oder ein Jahrestreffen aller Erasmusberater aus Deutschland, wo wir einfach von der nationalen Agentur, die die EU-Mittel für Erasmus Plus eben verweitet und praktisch auf den neuesten Stand gebracht werden.
00:04:01: Und natürlich auch uns untereinander nach Vernetzen austauschen.
00:04:03: Wie viele Leute treffen sich dann da?
00:04:06: So zwischen Fünfzig und Achtzig.
00:04:08: Es gibt natürlich mehr Berater aber man muss natürlich vor Ort sein können und sich die Zeit nehmen können, sind meistens zwei Tage mit Programm.
00:04:15: Und es ist eben wunderbar dass man eben sich da quer vernetzen kann.
00:04:20: Warum brauchen Sie das für Ihre Arbeit diese Vernetzungstreffen?
00:04:24: Weil die Arbeit lebt eigentlich vom Netzwerk.
00:04:26: ich kann alleine nicht alles schaffen zu realisieren.
00:04:30: Jeder hat seine Partner jeder hat seine Eigenarten und man lernt einfach voneinander und das ist eben das Schöne daran dass man nicht alleine ist sondern sich gegenseitig hilft, so ein bisschen wie eine große Familie.
00:04:42: Ja und Europa ist auch da eine super Grundlage für einen Netzwerk denn es geht ja genau um die Verbindung, um die Verknüpfung von Menschen.
00:04:52: Zack sind wir bei Ihnen hier im Kamerbezirk.
00:04:54: IHK
00:04:55: Potsdam.
00:04:56: Brandenburg hat als Flächenland ein wirklich weites Feld zu beackern.
00:05:02: Frau Böse Wie ist eigentlich genau Ihr Einsatzgebiet?
00:05:08: Ich arbeite als Mobilitätsberaterin an der Kammer für dieses Projekt Berufsbildung ohne Grenzen und unsere Aufgabe ist letzten Endes die Ermöglichung von Auslandspraktika oder die Unterstützung für Auslandspraktika, eigentlich für klein- und mittelständische Unternehmen vor allen Dingen.
00:05:24: Weil das in der Förderung des Bundeswirtschaftsministeriums für den Mittelstand ist also Mittelstandsförderung.
00:05:30: Das heißt nicht dass wir die Großunternehmen Außen vorlassen, aber unser Schwerpunkt liegt bei kleinen und mittelständischen Unternehmen.
00:05:36: Wir beraten auszubildende, wir beraten die Unternehmen wenn die planen so ein Auslandspraktikum zu machen.
00:05:43: was muss man dabei beachten?
00:05:45: wie sieht das aus mit Versicherung wirklich finanzielle Unterstützung her?
00:05:49: Und da ist eben Erasmus Plus ein Unterstützungsprogramm oder ein Förderprogramm Aber auch hin bis zur praktischen Organisation Wenn gewünscht dass alles versuchen wir abzubilden.
00:06:00: Aber auf der anderen Seite ist... die Mobilität für mich keine Einbahnstraße.
00:06:04: Also ich entsende Fehler auszubilden, ich nehme aber auch ausländische Auszubildende auf und das tue ich mit Hilfe meiner Mitgliedsunternehmen also unser Ausbildungsunternehmen bei uns im Kamerbezirk, die sich dann bereit erklären auch mal jemand aus Spanien oder Italien für drei Wochen oder zwei Monate bei sich im Unternehmen wenn es denn passt und wo's passt eben auch aufzunehmen und den Praktikum zu
00:06:26: ermöglichen.".
00:06:27: Das funktioniert also wie ein Börsenprinzip?
00:06:30: Nicht ganz, also das ist nicht immer direkt aneinander gekoppelt.
00:06:34: Also ich entsende und ich nehme auf und ich mache die Aufnahme dahingehend in der Regel nicht zielgerechtet, sondern wenn eine Anfrage reinkommt.
00:06:43: Nämlich die bearbeit ich, die.
00:06:44: mit der Zeit hat man natürlich seine Partner, die einem regelmäßig anfragen.
00:06:49: also beispielsweise habe ich jetzt einen norwegischen Partner, der jetzt das dritte Jahr ein Folge für sechs auszubildende anfragt, mit dem ich das gemeinsam organisiere.
00:06:57: aber ist nicht immer so.
00:06:59: Ich bin da einfach offen.
00:07:00: Austausch ist immer günstig.
00:07:02: erstens sehen beide Seiten Ja, alle beiden Aspekte der Mobilität und es weist auch enger zusammen.
00:07:10: Ich habe da keine Bedingung.
00:07:12: Es ist ein ausländischer Auszubildende, der hier in Deutschland sein Praktikum in einem Beruf machen möchte, der von uns vermittelbar ist – also sprich im IRK-Beruf – mehr ist das eigentlich nicht an
00:07:22: Bedingungen.".
00:07:22: Wenn Sie uns schon so den Mund wässrig machen, Frau Böse!
00:07:26: Dann schildern sie doch mal einen Fall wo ein Unternehmen einen auszubildenden oder eine Auszubildende entsendet.
00:07:37: Also ich habe so mein Gänsehautfall, da kamen sehr viel zusammen.
00:07:41: War ne Tankstelle den Verkäufer entsennen wollte schon langjährig.
00:07:45: die waren also offen der und der Betrieb war offen.
00:07:48: der betrieben muss immer zustimmen.
00:07:49: wenn der Betrieb nicht zustimmen funktioniert das nicht mit der Entsendung.
00:07:53: Der Betrieb wollte also entsennen.
00:07:55: natürlich muss man auch erstmal den Azubi finden der dem Mut aufbringt da ins Ausland zu gehen und das vielleicht auch noch ganz alleine.
00:08:03: Die haben also ein Azubi gefunden, wir haben den beraten.
00:08:06: Alles war gut und schick!
00:08:08: Der junge Mann ist gerade achzen gewesen.
00:08:10: Er war grade sage ich mal so bisschen auch im Abnabelungsprozess.
00:08:14: auf seiner persönlichen Seite ging dann ins Auslandspraktikum und ich weiß noch... Es ging nach den Ölern für ihn und er rief mich an vom Flughafen.
00:08:22: Frau Böse, ich muss ja fliegen!
00:08:23: Ich bin noch nie ins Flugzeug.
00:08:25: Ich habe so eine Angst.
00:08:26: Und ich hab denen sozusagen ins Flugzeuge geredet... Und auf der anderen Seite kam dann eben die irische Gastfamilie.
00:08:33: Wir haben ihn auch extra bewusst bei einer GastfAMilie untergebracht, weil er eben alleine reiste.
00:08:38: Sie fahren nicht immer in Gruppe sondern häufig eben auch alleine und erst das erste Mal von zu Hause weg.
00:08:44: Das erste mal ins Ausland und das erste mal die Flogen.
00:08:46: also da kam alles zusammen bei ihm und er hat trotzdem alle Zähne zusammen ihr Bissen und es losgefahren.
00:08:51: Der kam vier Wochen später wieder komplett ein neuer Mensch.
00:08:55: Also er war vorher eher ein bisschen ängstlicher Typ, der hat so an Selbstbewusstsein gewonnen und da kam auch mit Ideen zurück.
00:09:04: Es ist nicht immer so dass ... Azubi dann, sag ich mal beruflich komplett die Neuerungen immer mitbringt.
00:09:10: Es wäre also zu viel verlangt aber es kommt vor und das kam bei ihm auch noch vor.
00:09:14: er kam dann an und sagte ja wir können die Inventursysteme machen.
00:09:18: diese Orto und so können wir das vielleicht einmal bei uns versuchen hat der Ausbildungsbetrieb zugelassen.
00:09:23: also er hat da richtig Initiative gezeigt und stieg später ins Junior Management Programm ein Aufgrund dieser Auslandserfahrung die so zum bisschen diese Initialzündung für ihn war.
00:09:34: Ich will mehr und vor allen Dingen traue mir auch zu.
00:09:37: Und ich glaube, das ist es, worum es beim Auslandspraktikum geht.
00:09:41: Was haben die alle gemein?
00:09:42: Die meisten haben wirklich gemeint, dass die Leute einfach persönlich wachsen.
00:09:46: Das kann man eigentlich immer sagen!
00:09:49: Bei dem war das richtig deutlich sichtbar... Man hat es nicht immer so deutlich, aber das war ein Fall wo ich immer wenn ich's erzähle kriege.
00:09:56: Sie
00:09:56: haben in eine Gastfamilie entsendet,
00:09:59: vereinfacht gesagt kann man in Sendungen so unterteilen dass man sagt man hat Selbstorganisationen Das heißt der Azubi organisiert sich komplett alles selber oder Betriebsorganisation.
00:10:10: dann hat der Betrieb in der Regel irgendwie einen Kontakt im Ausland und sagt Kannst mal bei dem und dem anrufen oder er macht das selber.
00:10:18: Und initialisiert praktisch den Kontakt, aber Unterkunft, Reise usw.
00:10:22: muss immer noch von ihm als Zubi komplett selbst organisiert werden?
00:10:26: Oder wir machen diese sogenannte IRK-Partnernetzorganisationen, so nenne ich es immer,
00:10:31: d.h.,
00:10:33: die Partner haben oder direkte Partner ganz unterschiedlich.
00:10:37: Die Partner sind auch völlig verschieden.
00:10:39: Die machen dann die Organisation des Betriebes und der Unterkumpf zusammen Macht auch Sinn, weil ich möchte ja auch nicht quer durch die Stadt fahren anderthalb Stunden.
00:10:48: Weil der Unterkunft ist am einen Ende und das Betrieb ist am anderen Ende.
00:10:52: Und diese Partner vor Ort haben dann auch ein Netz an Gastfamilien.
00:10:56: Die haben ihre Qualitätsstandards, die werden also regelmäßig besucht.
00:11:01: wird auch aufgenommen.
00:11:02: Was für eine Art von Gastfamilie bist du denn eigentlich?
00:11:05: Ist es eine Familie mit kleinen Kindern, ist ein alleinstehender älteres Ehepaar oder was auch immer?
00:11:10: und die Azubis können auch im Vorfeld Wünsche angeben.
00:11:13: also sie können sagen Gastfamele ja nein manchmal können Sie eben aussagen möchte ich eher jung alt in der Gastfamine usw.
00:11:20: Und die laufen dann bei ihnen wie in so einem Knotenpunkt zusammen.
00:11:24: die Information
00:11:26: Genau, wir fragen im Vorfeld das praktisch ab.
00:11:28: Die Wünsche und übermitteln die dann praktisch dem Partner der guckt.
00:11:32: was kann ich in den Moment machen?
00:11:33: Was habe ich dafür ein Azubi vor Ort?
00:11:36: Was hat er für einen Beruf?
00:11:37: Wann wann bis wann will der gehen?
00:11:38: Was hab' ich für freie Betriebe?
00:11:41: Welcher Betrieb würde dafür eine Frage kommen?
00:11:43: Dann fragt man die Betrieber an sagen die betriebe ja?
00:11:46: dann guckt man mit der Unterkunft ist beides gegeben?
00:11:49: dann kommt erst mal ne Rückmeldung Funktioniert prinzipiell?
00:11:53: Jetzt könnt ihr anfangen mit der Förderung.
00:11:56: Schönes Stichwort, darauf wollte ich natürlich als nächstes kommen!
00:11:59: Frau Böse sie sagen schon Förderungen ist ein ganz wichtiges Ding.
00:12:03: Sie haben schon über Versicherungen gesprochen und solche Sachen
00:12:08: formalieren
00:12:09: würde ich jetzt mal sagen die klingen für mich schon bisschen kompliziert.
00:12:15: Worauf muss man denn achten, als auszubildender wenn man ins Ausland geht?
00:12:20: Und was muss man vorher schon klar machen im Versicherungsbereich.
00:12:25: Den Versicherungen geht das eigentlich, weil Erasmus Plus, wenn man über dieses Projekt entsendet und wir machen das also nicht nur für dieses Projekt.
00:12:34: Wir machen es eigentlich für alle Projekte verlangt drei Versicherung von Grund auf schonen, nämlich die Auslandskrankenversicherung für den Krankheitsfall ist ja ein Gang und Gebe im Ausland aber auch die berufliche Haftlicht und die beruhfliche Unfallversicherung, weil sie ja dort nicht in der Freizeit sind sondern eben im Ausbildungsverhältnis.
00:12:54: Das läuft dort weiter.
00:12:55: Und diese drei Versicherungen muss der Azubi haben, bevor er losfährt.
00:13:00: Alle anderen Versicherung sind Kann-Versicherung?
00:13:04: Ich lege in einer Beratung persönlich noch Wert darauf, dass die noch eine Privathaftpflicht haben weil sie ja auch den Freizeitfall vor Ort haben und das finde ich ist ne wichtige Versicherung.
00:13:13: also alle Leute, die über mich gehen, die müssen auch den privaten haftlich Versicherungsnachweis erbringen praktisch.
00:13:22: Also falls man mal jemanden mit dem E-Roller umfährt, beispielsweise.
00:13:26: Ja oder das ist mir selber schon in Großbritannien passiert zur falschen Seite geguckt und den Fahrradfahrer umgekiegelt hat so kann natürlich auch ganz schön was auf ihn zukommen.
00:13:35: deswegen ist mir das wichtig.
00:13:37: Verstehe und wenn also ein Tankstellenbetreiber seinen AZUBI entsendet für sagen wir mal zwei Monate welche Kosten entstehen denn da überhaupt?
00:13:49: Frau Böse?
00:13:49: Können Sie das beziffern?
00:13:51: Interessant dann auch, wer kommt denn dafür auf?
00:13:54: Ist das alles Erasmus plus dann?
00:13:56: Nein.
00:13:56: Nicht wirklich!
00:13:57: Also kann muss nicht.
00:14:00: Erst mal bleibt es ein Ausbildungsverhältnis.
00:14:02: immer dann wenn Berufsschule und Betrieb zustimmen und Azubi zustimmen erst dann kommt er überhaupt zur Entsendung.
00:14:10: also die Beteiligten müssen alle sich einig sein dass sie's wollen.
00:14:14: haben die zugestimmt dann heißt es ist weiterhin Teil der Berufsausbildung.
00:14:17: das heißt der Betrieb bezahlt weiter seine Ausbildungsvergütung an den Azubi, auch wenn der nicht in seinem Betrieb unter Umständen dann ist.
00:14:25: Manche haben ja auf Betriebe, also Niedelassung im Ausland ... Der Azubis hat, so geben wir davon aus erst mal genug Essen trinken.
00:14:33: Verpflegungskosten sage ich mal an der Hand, weil er muss sich ja in Deutschland aufverflegen.
00:14:38: Und die Förderprogramme so wie ich sie kenne, die meisten sagen okay ein Großteil der Kosten, die dann zusätzlich entstehen sind die Reisekosten.
00:14:46: Ich muss ja hinkommen ins Ausland und irgendwie wieder zurück und die Unterkunftskosten.
00:14:51: Das ist der große Batzen, der zusätzlich entsteht und da wollen wir unseren Beitrag leisten und die jungen Leute unterstützen, die ihm noch nicht so viel Geld haben.
00:14:59: Und genau das sind die Förderkategorien im Bereich Mobilität für Auszubildende bei dem Rasmus Plus Programm, dass man diese beiden Sachen unterstützt.
00:15:10: Das kann kostendeckend sein?
00:15:11: Das kann sogar ein bisschen mehr als kostendecken sein.
00:15:14: also vielleicht bleiben da fünfzig Euro am Ende sogar übrig oder hundert?
00:15:18: Es kann aber auch sein, man bucht zu spät den Flug.
00:15:22: Hatte ich alles schon zwei Wochen vorher und dann muss man zuzahlen.
00:15:28: Also wer zuzeit kommt auch drauf an?
00:15:30: Ich habe Betriebe die sagen, ich unterstütze das zusätzlich.
00:15:33: Aber erst mal in erster Linie ist der Auszubildende dafür zuständig.
00:15:38: Und ich frage auch immer in einer Beratung wie viel Geld steht ihr zur Verfügung?
00:15:42: Ja also kannst du zweinhalb, dreinhalb Euro zusätzlich aufwenden ja oder nein?
00:15:47: Wenn der sagt, nein ist das praktisch eine Förderbedingung oder eine Bedingung für die Organisation des Praktikums.
00:15:53: Da muss ich gucken dass ich denen entlang entsende wo es nicht so teuer ist und wenn's geht keine zusätzlichen Kosten mehr groß hat.
00:16:01: Welche Erfahrungen haben Sie denn gemacht?
00:16:03: Gibt es Berufsgruppen die besonders mobil sind und die besonders gerne auf Reisen gehen?
00:16:10: Also ich
00:16:11: sage mal so, ich habe schon Berufsgruppen die häufiger reisen als andere.
00:16:15: Beispielsweise die Bürokaufleute.
00:16:17: aber wir blieben ja auch viele Bürokufleute aus.
00:16:19: Ich hab das jetzt noch nicht prozentual runtergerechnet ob es dann im Prozentsatz trotzdem mehr sind als in anderen Berufen.
00:16:25: Aber Bürokaufläute werden häufig entsendet Auch Mediengestalter sehr viel gerade Bild und Ton weil sie ja auch in internationalen Drehsoft mit dabei sind.
00:16:36: Das passt ganz gut.
00:16:38: In letzter Zeit relativ viele Industriemechaniker und Elektroniker, also das gewerbliche Technische holt da relativ stark nach.
00:16:47: Auch große und Außenhandelskaufleute, Speditionskauf-Leute habe ich auch noch relativ häufig und alle anderen Berufe dann eher weniger.
00:16:57: Ich hab mal durchgezählt weil mich das selber interessiert hätte so eine Vorbereitung auf unseren Interview.
00:17:02: Wie viele verschiedene Berufe, wie seit zwei Tausend neun?
00:17:06: So lange gibt es dieses Programm bei uns schon denn eigentlich entsendet haben und bin auf hundertfünf verschiedene Berüfe gekommen.
00:17:12: Die könnte ich ja gar nicht mehr aufzählen!
00:17:14: Hundertfünft verschiedene Berufen... Welcher Beruf hat sie denn dabei am meisten
00:17:18: überrascht?!
00:17:19: Kann ich eigentlich nichts sagen.
00:17:20: also ich hatte wirklich Alles schon.
00:17:23: Manche Berufe sind ein bisschen seltener, zum Beispiel so Mikrotechnologen
00:17:27: ... Was machen die denn?
00:17:28: Letzten Endes machen sie Schippherstellungen und alles was in reinen Raum auf Mikro-Elektronikbasis ist in Vollschutzmonkturanscholgen oft.
00:17:36: Und das ist natürlich einen Bereich den es nicht so häufig gibt und wo sozusagen mal eine Vorbereitung eines Praktikums auch mehr Aufwand bedeutet.
00:17:45: Laboranten habe ich auch nicht so sehr häufig, also Biologie, Chemie-Laboraten noch selten nach Physik.
00:17:51: Obwohl man die eigentlich gut entsenden könnte, weil die oft an den Universitäten eben auch im Forschungs- oder in Forschungsinstituten hier ihr lernen und die es oft auch über die Forschung internationale Forschungsgruppen kriegt.
00:18:04: Aber die habe ich leider nicht so häufig.
00:18:06: das wäre so ein Wunsch.
00:18:07: wo ich sage da könnte man mehr.
00:18:10: was ich sehr selten habe was mich bisschen traurig macht liegt aber daran dass wir nicht so viele in diesem Bereich haben sind Tourismuskaufleute.
00:18:18: Das wäre ja eigentlich eine Gruppe gut eignen würde.
00:18:22: Da würde ich mir auch noch ein bisschen mehr wünschen, viel entsendet habe ich auch Hotel- und Gaststättengewerbe also Restaurantfach Leute die Köche sehr sehr viel.
00:18:31: das ist so eine typische Berufsgruppe dies viel umtreibt.
00:18:35: Gastgewerber wobei mich es auch überrascht dass der Tourismus Mensch offenkundig gar nicht so reisefreudig essen.
00:18:43: seine Ausbildung vielleicht ist er ansonsten schon die ganze Zeit unterwegs weiß man ja nicht so.
00:18:48: Nun haben wir schon ganz wesentliche Punkte geklärt, Frau Böse.
00:18:51: Aber wir haben noch nicht mit einem Wort über den Fontane-Fragebogen gesprochen!
00:18:56: Meine Einstiegsfrage ist immer – welche Grenzerfahrung, FrauBöse?
00:19:01: Ist denn wohl Ihre erste
00:19:03: gewesen?!
00:19:05: Mein erstes Auslandspraktikum...
00:19:07: Sie haben Auslandspraktikungen
00:19:08: gemacht!?
00:19:09: Nicht direkt Auslands-Praktikum, ich würde sagen Auslandsstudium.
00:19:12: Ich habe selber studiert und es war das Jahr Ninzehnundzig.
00:19:16: Und ich ging an einem Nachmittag ... Ich bin nach Humboldt Universität studiert.
00:19:19: Und ging an einen Nachmittagen zum Schaukasten vorbei von unserem Hauptgebäude.
00:19:23: Da steht dran drin ein Jahr Großbritannien.
00:19:27: Wir suchen noch Stipendiatenabgabeschluss dieser Tag am Nachmittagsumsechzen Uhr.
00:19:32: Es waren vierzehn Uhr.
00:19:33: Ich hab mich also hingesetzt und das dann persönlich rumgebracht Und endete damit, dass ich ein Jahr ans Politechnik noch Oxford geben konnte und dort in meinem Studium ... Ich hab Lebensmitteltechnologie studiert.
00:19:45: Ein Jahr praktisch dort studieren durfte.
00:19:47: Das war für mich wirklich ein Sprung, das ist absolut eiskalte Wasser!
00:19:51: Es ist vorher noch niemanden, es war gerade frisch nach der Wende damals, noch nie jemand da hingegangen.
00:19:56: Und es hat sich außer mir auch niemand getraut, dorthin zu gehen.
00:20:00: Ich habe aber ein bisschen Vorerfahrungen mit meinem Papa als Englischlehrer.
00:20:04: ordentlich Unterstützung von zu Hause dadurch.
00:20:06: Also es ist mir nicht leicht definen, aber dadurch habe ich mir das zugetraut, sagen wir mal so da hinzukommen.
00:20:11: Das erste Mal richtig von Zuhause weg.
00:20:13: ein komplett anderes Land eine komplett andere Sprache und ein komplett anders Bildungssystem alles auf einmal.
00:20:20: Es war auch das was mich gereizt hat später in dieser... Ich hab mehrere Praktika-Auslandsstipendien gehabt.
00:20:26: Das hat mir niemand geholfen, das für mich zu organisieren.
00:20:30: Ich hab wirklich viel Zeit und Kraft da reingesteckt.
00:20:32: Und das hatte ich mir immer mal vorgenommen, wenn ich später mal kann, anderen Leuten dabei zu helfen, das zu organisierend, dass sie es nicht so schwer haben wie ich, dann würde ich das gerne tun.
00:20:42: Deswegen will ich eigentlich so glücklich diesen Job hierzu haben, weil's mir einfach auch ein persönliches Anliegen ist, andere Leute dabei zu unterstützen.
00:20:50: Es ist so'n bisschen die Verbindung auch zu meiner Arbeit, die ich jetzt
00:20:53: habe.".
00:20:55: in Oxford für die Leute dort auch wie ein Studienobjekt gewirkt haben, oder nicht?
00:21:00: Ja schon.
00:21:01: Sie haben mich mit offenen Armen empfangen aber sie hatten keine Vorstellung was ich mitbringen, was ich für Erfahrung mitbringe.
00:21:09: Ich bin damals Radio Fox gewesen und sie haben mich durch die Newspapers durchgejagt Und ich habe ihnen auch ein Stück Mauer mitgebracht.
00:21:17: Also es war wirklich so Wir treffen mal einen ganz anderen Menschenschlag also in beide Richtungen War sehr prägend für mich Aber es hat mir eben Spaß gemacht und irgendwie auch Hunger auf mehr.
00:21:28: Deswegen habe ich da nicht aufgehört an der
00:21:30: Stelle.".
00:21:30: Was war denn die eindrücklichste Erinnerung, die Sie aus dieser Zeit mitgebracht
00:21:36: haben?
00:21:37: Ich fand ganz anders Art des Studierens.
00:21:39: also das ging los.
00:21:41: Anna Honi, wir haben Ihnen mal per Mail die letzten Hausaufgaben zugeschickt.
00:21:45: Gucken Sie sich mal an.
00:21:46: Spielen Sie mal die Simulation durch und dann antworten Sie mal bitte?
00:21:49: Und ich sage was ist ein E-Mail?
00:21:51: Welche Simulation?
00:21:52: Überschreiben Sie mal eine Projektarbeit!
00:21:55: Ich habe die über T geschrieben.
00:21:56: Okay, ich hab also Teblätter fotografieren müssen... ...ich bin also hin und sag hier sind meine T-Wörter.
00:22:01: Ja da ist das Fotostudio.
00:22:03: Machen Sie es mal, fotografieren sie es mal und entwickeln Sie selber den Film.
00:22:06: Alles habe ich noch nie gemacht.
00:22:08: Man wurde unheimlich gefordert.
00:22:09: in dem Moment hat man natürlich erst mal Fragshausen beim Nachgang.
00:22:13: Halt es so nach, also man traut sich dann wirklich einfach mehr zu Augen zu und machen Es kommt schon was raus.
00:22:19: Also immer
00:22:20: Nun sind sie ja schon seit acht Jahren hier in ihrem Bereich.
00:22:25: Haben Sie festgestellt, dass die Auszubildenden was Auslands Praktika angeht lockerer geworden sind?
00:22:34: Also öffnen sie sich mehr.
00:22:35: kommt gerade eine neue Generation von Reisebereiten und ausbildungshungrigen Europäern auf den Markt oder folgen wir so einem Trend der neudeutschen Innerlichkeit.
00:22:49: kann jetzt nicht von Trends sprechen.
00:22:50: Ich kann nur sagen, was ich in meiner eigenen Arbeit erlebt habe.
00:22:54: Da hat man schon gesehen dass nach Corona also zwei tausend zweiundzwanzig und Folgejahre das zum einem Anstieg der Auslands Praktika in einer Nachfrage kamen und auch in eine Durchführung.
00:23:05: Also die Zahlen sind steigend Und ich hab's auch mit meinen Kollegen traue ich mich auf die den gleichen Job bundesweit haben.
00:23:13: Man sieht überall steigende Auslandzahlen gerade im beruflichen Bereich.
00:23:18: Nee, also ich würde schon sagen die sind offener geworden.
00:23:20: Ich weiß es nicht ob's nur an den Auszubildenden liegt weil die Betriebe gehören ja auch mit dazu.
00:23:24: Ich denke das hat sich auf ein Stück weit rumgesprochen dass eben diese Möglichkeit besteht dass vielleicht auch die Unterstützung seinen Teil mit dazu beigetragen habe dass die Unternehmen sich jetzt stärker öffnen und das ganze Thema einfach bekannter geworden ist.
00:23:37: Das hilft sicherlich auch.
00:23:39: Sie haben das eben schon gleich im ersten Beispiel geschildert dass die jungen Menschen eigentlich anders zurück
00:23:46: kommen.
00:23:47: und sie haben ein Beispiel genannt, der ging es um das Inventur machen.
00:23:51: Was ist Ihnen sonst noch erinnerlich?
00:23:54: Wir hatten mal eine Firma die hat ihre Bürokaufrau in die USA zu ihrer Niederlassung geschickt Und die amerikanische Firma war schon weiter in der Einführung einer bestimmten Produktionslinie.
00:24:10: Und deren Aufgabe war, sich das mal anzugucken.
00:24:12: wie wird denn das eingeführt?
00:24:14: Wie laufen da die Prozesse und diese Prozessbeschreibungen sozusagen stückweit mit zu verstehen aufzunehmen weil sie in Deutschland kurz vor der Einführung besagter Produktions Linie waren und die einfach mal dass sie nutzt haben um sozusagen nochmal ein zusätzliches Feedback zu kriegen.
00:24:30: also das fand ich eine sehr schöne Sache weil da sozusagen das Hirnwissen ein bisschen übertragen worden, über die Ländergrenzen hinweg.
00:24:38: Ich hatte auch mal jemand Industriekauffrau, die in der Medizin Technik gearbeitet hat und gesendet wurde an ein großes Krankenhaus wo sozusagen die Produkte verbaut wurden, wenn man das so sagen darf beim Menschen.
00:24:52: Ich finde es immer spannend, wenn es sozusagen um den Fertigungsprozess sieht ... Wenn der Azubi eben nicht nur seinen kleinen Teil sieht sondern entweder einen Lieferant wie arbeitet er?
00:25:03: oder ein Endkunden-Vertriebspartner?
00:25:05: Wenn sowas also in der Wertschöpfungskette sozusagen irgendwo drin ist.
00:25:10: Das hilft einfach auch dem allgemeinen Verständnis und ich denke dann auch für die Betriebe sehr interessant.
00:25:16: Das schon so lange machen, Frau Böse.
00:25:19: Haben Sie eigentlich einen Überblick darüber wie viele junge Menschen sie schon ins Ausland gebracht haben?
00:25:24: Aha!
00:25:25: Da geht die Hand zum vorbereiteten Zahlenzettel.
00:25:30: Ja ich habe da mal nachgeguckt weil ich merke mir nicht mehr jeden einzelnen Fall.
00:25:35: bis Ende letzten Jahres haben wir Eintausendeinhundertfünfzig Azubis über die IHK Potsdam über mein Projekt entsendet plus nochmal, ich glaube, einunddreißig Fachkräfte.
00:25:47: Fachkräften sind gerade Ausgelernte auszubildenden weil die mit dem Erasmus Plus Programm bis ein Jahr nach der Ausbildung auch noch sozusagen gefördert ins Auslandspraktikum gehen können.
00:25:59: das sind natürlich nicht alle Auszubildende aus dem Kamerbezirk.
00:26:03: Wir haben Betriebe, die seit Jahren entsenden und das komplett selbst bezahlen ohne Förderung.
00:26:09: wir haben auch die Berufsschulen, die Förderprogramme also Erasmus Plus sozusagen Programme vor Ort haben und auch noch ihre Azubis entsenden.
00:26:18: Und dann haben wir eben noch die Dunkelziffer von verschiedenen anderen Konstellations- und Kooperationsmöglichkeiten.
00:26:25: Deswegen kann ich gar nicht sagen wie viel insgesamt.
00:26:28: Ich kann ja so nur von meiner Arbeit sprechen.
00:26:30: Nehmen Sie mal mindestens die doppelte Anzahl von dem, was ich entsinne.
00:26:33: Und dann haben sie wahrscheinlich in unserem Kamerbezug in etwa das, was im Jahr an Azubis auf Fahrt
00:26:39: geht.".
00:26:40: Nun habe ich ja die Geschichte damit begonnen, dass ich gesagt hab es sind schon so viele Erasmus-Babys zur Welt gekommen und das Jugendprogramm Europas war schon den Gründervärtern de Gaulle und Adenauer so wichtig!
00:26:55: Anfang der fünftiger Jahre das erste EU-Programm, was überhaupt auf den Weg gebracht wurde und da hieß es noch nicht Erasmus.
00:27:04: Haben Sie auch schon Erasmusbabys gesehen Frau Böse?
00:27:09: Gesehen nicht gehört!
00:27:10: Wir haben ja ein bundesweites Projekt.
00:27:12: wir sind bei uns jetzt knapp achtzig Berater.
00:27:15: Auf alle Fälle wissen wir definitiv von zwei Babys.
00:27:20: Kommen diese Menschen dann eigentlich als Europa Fans zurück?
00:27:25: weiß ich nicht.
00:27:26: Ich frag sie ja nicht danach, aber ich kann sagen dass die Leute, die in Auslandspraktikum gemacht haben auf alle Fälle positive stimmt sind gegenüber Auslandsaufenthalten teilweise so positiv das sie eben sagen.
00:27:41: ich möchte ein zweites Mal fahren.
00:27:42: dieses Jahr habe ich zum Beispiel drei oder vier leute schon und ich habe eigentlich bisher noch nicht wirklich einen getroffen der er sagt hat es war so furchtbar ich will nie wieder ins ausland.
00:27:52: nee jetzt kommen wir auf alle fälle positiv gestimmt zurück.
00:27:55: Es kommen ja auch Menschen aus dem Ausland zu uns, gehen die auch über sie in die Betriebe.
00:28:03: und muss man Europäerin oder Europäer sein um hier in Brandenburg am Erasmusprojekt teilnehmen zu können?
00:28:12: Da das ein europäisches Projekt ist und man die Fördermittel eigentlich nur beantragen kann, wenn man zu diesen Drei-Dreißig, sage ich mal Ländern gehört, die an dem Programm direkt teilnehmen oder zumindest in erster Linie sind es mit der Türkei.
00:28:27: Wenn man sie jetzt auch als europäisch dazurechnen sollte, dann sind es europäische Länder, weil dies ein assoziiertes Land gehört eben mit dazu.
00:28:34: Das heißt, wenn ich entsende aus dem Ausland nach Deutschland und ich demjenigen die Erasmusförderung mitgeben muss, muss sich im Programmland sein.
00:28:44: Was nicht heißt das man nicht theoretisch auch Auszubildende aus anderen Ländern wo es eben andere Förderungen oder keine gibt, die das als Selbstzahler fahren könnte ich trotzdem unterbringen.
00:28:53: in den Mitgliedstaaten hatte ich aber bei den Auszubillenden noch nicht.
00:28:57: Gibt es Ausschlusskriterien um teilzunehmen an diesem Erasmussprogramm?
00:29:02: auszubildende Beispielsweise nach Brandenburg zu senden.
00:29:07: Es
00:29:07: gibt ein Mindestaufenthaltsdauer, zehn Tage vor Ort plus An- und Abreise.
00:29:12: Also sie müssen auszubildende sein oder jedenfalls in diese Zielgruppe.
00:29:17: Es können ja nicht nur Auszubildenden, es können die jungen Fachkräfte entsendet werden ins Auslandspraktikum.
00:29:22: Es dürfen auch Leute in einer beruflichen Weiterbildung wenn's eben eine sozusagen setzlich festgeschrieben ist und Aufstiegsfortbildung ist.
00:29:30: also Meister sag ich mal im Handwerk würde man dazu sagen bei uns die Fachwürdausbildung Die könnte man auch entsenden.
00:29:36: Die gelten dann auf wie ein Azubi als Lernender.
00:29:39: Also jedes Land hat seine nationale Agentur die selber sozusagen ein Stück weit die Kriterie noch mal spezifizieren kann, die die EU vorgibt.
00:29:48: Und Frau Böse?
00:29:49: Sie haben ja auch einen ziemlich spannenden Job!
00:29:52: Sie dürfen hier... ...die Jugendlichen im Ausland besuchen, da bin ich ja direkt ein bisschen neidisch.
00:29:58: Ich besuche die Partner.
00:29:59: Diejenigen, die da Praktika vor Ort organisieren und natürlich wenn da gerade ein Azubi von mir vor Ort ist, gucke ich bei dem auch mal vorbei.
00:30:09: Aber ich bin eigentlich vor Ort für Partnerabsprachen, also entweder um neuen Partner zu testen, kennenzulernen rauszukriegen.
00:30:16: Was kann ja was kann nicht?
00:30:18: Wie können wir zusammenarbeiten oder eben wieder aufzufrischen und zu gucken die neue Planung zu machen?
00:30:24: Die andere Richtung ist Ich biete auch Berufsbildungsreisen an das heißt ich biete Reisen an wo wir Ausbildung verantwortliche ins Ausland Nehmen.
00:30:34: wir ein Programm vor Ort zusammenstellen, wo die kennenlernen wie funktioniert im Berufsausbildung im Ausland.
00:30:40: Wie gehen sie mit Problemen um?
00:30:41: Die sich dann vor Ort betriebe und so weiter angucken.
00:30:44: Und natürlich sagen wir dann immer gerne wenn wir uns schon mal einen Betrieb angucken und du hast da gerade Praktikanten daraus Deutschland.
00:30:51: Wäre natürlich schön, wenn man dem auch mal sprechen können weil dann kriegt man natürlich nochmal eins zu eins des Feedback.
00:30:57: Die IHK
00:30:58: Potsdam hat ja auch ein Programm das heißt Ausbildungsbotschafter.
00:31:03: Da gehen jugendliche Auszubildende in die Schulklassen und machen da quasi Werbung oder stehen Rede und Antwort für ihren Beruf.
00:31:13: Machen Sie sowas mit den Azubis, die an solchen Projekten am Austauschprogramm teilgenommen haben auch?
00:31:22: Ich persönlich nicht, aber die überheordnete Nationale Agentur nennen sich da Euro Apprentices Begeisterter Auszubildende aus verschiedenen Bundesländern, die sie auch noch mal extra schulen.
00:31:36: Diese auch teilweise bis in die europäische Ebene zu Treffen einladen wo diese untereinander auch vernetzen können und einfach ihre Freude an dem Auslandspraktikum bei Veranstaltungen vor Ort in ihrem Bundesland nochmal vorstellen.
00:31:49: natürlich wenn ich eine Firma gehe wo ich jährlich hingehe und der vom letzten Jahr hole Ich mir dann auch den Azubi ran und sage Komm, erzählt du mal.
00:31:57: Wie war's denn jetzt vor Ort?
00:31:58: Mein Hand aufs Herz hatte sie klappt mit der Unterkunft!
00:32:02: Was hast denn du noch so für
00:32:03: Tipps?!
00:32:04: Ist es wirklich eine große Nachfrage was mich total freut?
00:32:06: War nicht immer so.
00:32:08: Deswegen mache ich das nur punktuell.
00:32:10: Apropos Bude einlaufen.
00:32:11: wir haben schon einmal ganz kurz drüber geredet wie das ist wenn Jugendliche nach Brandenburg kommen.
00:32:18: Manchmal wird ja kolportierte Brandenburger wäre gar nicht so weltoffen wie wir das erleben.
00:32:25: Was erleben Sie?
00:32:26: Haben wir viele Bewerberinnen und Bewerbern, die zu Brandenburger Unternehmen kommen wollen.
00:32:33: Bei dem Praktiker kann ich sagen nicht so gerne weil wenn jemand im Ausland Deutschland kennt welche Stadt fällt da als erstes München meistens vielleicht auch Hamburg Vielleicht auch mal Berlin Also Potsdam und ich sag mal wie Mark Brandenburg ist im Auslands nicht so präsent in den Köpfen.
00:32:57: Das heißt, es hängt dann wirklich schon davon ab hat man eben Kontakte.
00:33:00: und natürlich meine Partner haben Kontakte die haben mit mir Erfahrungen gemacht und kommen meistens dann auch wieder weil sie ihn ganz gut gefallen hat und sagen Mensch ich kenn hier die Frau Böse und da fragt doch mal nach ansonsten in der Entsendung wir haben ja in unserem Netzwerk ein bisschen den Vergleich Wir haben bei uns relativ viele Leute im Netzwerk, die in Brandenburg entsenden und wir sagen meistens Platz zwei oder Platz drei in der bundesweiten Entsendung innerhalb unseres Netzwerkes.
00:33:26: Also da sind wir an der Entsenderung sehr gut als Brandenburger.
00:33:30: Frau Böse jetzt hätten wir beinahe den Fontane-Fragebogen ganz außen auch verloren!
00:33:36: Ich will aber noch so zwei, drei davon stellen was ist für Sie Europa?
00:33:42: In einem Wort Frau Bösse
00:33:45: Das ist eine einfache Frage Vielfalt.
00:33:48: Dann habe ich noch eine einfache Frage für Sie.
00:33:50: Was wäre Ihr persönliches EU-Projekt, wenn Geld keine Rolle spielen würde?
00:33:56: Was würden sie sofort in die Welt
00:33:58: schieben?!
00:33:59: Das Projekt, wo wir darüber geredet haben die ganze Zeit finde ich einfach toll und wichtig.
00:34:04: Also das wäre mein Baby weil ich sehe einfach was sie mit den Menschen auch macht und wie es dann eben nachhalten kann beim Einzelnen.
00:34:11: Und das prägt teilweise wirklich ganze Lebensläufe.
00:34:14: Ich muss ja nur bei mir selber gucken hätte ich diese Erfahrung den ersten Schritt damals zwei Stunden vor Abgabe Nicht gemacht wäre mein ganzer Lebenslauf anders gewesen und ich würde jetzt hier heute nicht sitzen.
00:34:25: Manchmal sind es so die kleinen Sachen, finde ich, die so einen großen Nachhalt haben und erst wenn man sich zurückguckt sieht man eigentlich was da auch ein bisschen der kleine Anstoßstein waren.
00:34:35: das finde ich gerade so spannend.
00:34:37: Vervollständigen Sie bitte diesen Satz Frau Böse.
00:34:41: Europa wird stärker sein wenn wir
00:34:44: alle ein bisschen geduld miteinander haben.
00:34:46: Besten Dank bis hierher, Frau Böse.
00:34:49: Ja vielen dank Ihnen dass ich hier die Gelingheit hatte auch mal bisschen über meine Arbeit zu reden und ich hoffe wir können das irgendwann wiederholen!
00:34:56: Das hoffe ich auch.
00:34:58: Und Ihnen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, danke ich fürs Einschalten.
00:35:02: Wenn Sie jetzt mit dem Gedankenspielen selbst mal ins Ausland zu gehen für ein Praktikum – und den Kontakt zu Jana Böse suchen, den schreibe ich Ihnen in diesem
00:35:15: Podcast
00:35:16: unten in die Shownotes!
00:35:17: Sie finden sie aber auch ganz leicht über die Seite der IHK-Potsdamen.
00:35:23: Falls Sie Schule, Studium und Ausbildung schon hinter sich gelassen haben aber trotzdem mal im Ausland arbeiten wollen – auch dafür gibt es natürlich Möglichkeiten.
00:35:33: Und darüber spreche ich nächstes Mal mit Anja Falkenbacke der Eures Beraterin im Jobcenter Potsdam!
00:35:41: Wenn Sie uns abonniert haben, dann kriegen Sie gleich einen Hinweis darauf, wenn auch diese Folge online geht.
00:35:48: Und das ist alles kostenlos!
00:35:50: Schalten Sie also wieder ein, wenn Sie Kommentare loswerden wollen – immer her damit!
00:35:55: Auch diese Folge von Brandenburg Talks EU-Kraseuropäisch
00:35:59: der Podcast
00:36:01: des Europacentrums Potsdam wird unterstützt von einer brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung.
00:36:09: Besten Dank fürs Einschalten.
00:36:10: Bis bald, sagt Stephanie Schuster!
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