PIK-Direktor Ottmar Edenhofer: Energiekrise eine Chance für Klimapolitik
Shownotes
Der Podcast "Brandenburg talks EU: Krass europäisch!" entsteht im Auftrag des Europazentrums Potsdam.
Unterstützt werden wir in dieser Folge auch vom Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa – besten Dank dafür.
Ottmar Edenhofer hat jüngst gemeinsam mit Cecilia Kilimann und Christopher Leisinger ein neues Buch heraus gebracht mit dem Titel: "CO-2 hat seinen Preis. Warum eine wirksame Klimapolitik die CO-2-Bepreisung braucht." Es ist im Internet kostenlos zugänglich:
https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-50400-7
Das Cover-Bild mit Professor Edenhofer stammt von David Ausserhofer/PIK.
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00:00:01: Wir sind jetzt im Augenblick in Europa erheblich unter Druck geraten und manchmal hat man das Gefühl, wir werden zermalend zwischen den großen Blöcken.
00:00:10: Aber es hat meinen Glauben an Europa bislang nicht erschüttert.
00:00:15: Es ist ja auch klar warum das kaum bekannt ist weil es in den nationalen Medien keine große Rolle spielt europäische Öffentlichkeit, sondern wir haben nationale Öffentlichkeiten und natürlich in Brüssel gibt es die... ...Bruselbubble und die NGOs, die das zur Kenntnis nehmen.
00:00:30: Aber in den Nationalstaaten ist der mediale Einfluss gering und beschränkt sie eben auf eine sehr kleine Gruppe.
00:00:39: aber das macht nichts.
00:00:40: Manchmal kommen viele gute Dinge tun auch wenn man nicht jeden Tag in der Presse steht.
00:00:49: Wahrscheinlich Muss man ganz weit oben arbeiten, wenn man die Welt retten will.
00:00:56: Vor einem unumkehrbaren Klimapandel beispielsweise!
00:01:00: Da ist der Potsdamer Telegrafenberg wahrscheinlich ein ziemlich guter Platz.
00:01:05: Immerhin hat hier schon Einstein manchmal aus den Sternen gelesen.
00:01:09: Seit dem Jahr zweitausend ist hier der Sitz des Potsdamer Institutes für Klimafolgenforschung, das Big und vor knapp zwei Jahrzehnten.
00:01:18: Da stand hier einer der damals leistungsstärksten Rechner der Welt.
00:01:23: den brauchte man um die nötigen Modellrechnungen auszuführen und um zu beweisen dass der Klimawandel kommt und wie gravierend diese Auswirkungen sein werden.
00:01:34: Schon damals hat Prof.
00:01:35: Otmar Edenhofer seine Lösung ausgebrütet, ihr Kern mag regelt.
00:01:41: konkret wenn CO² zur Klimaerwärmung führt dann sollen die, die es verursachen auch für die Schäden mit aufkommen Denn Umweltzerstörung hat einen Preis.
00:01:52: Die Lösung CO²-Besteuerung und Handeln mit sogenannten Emissionszertifikaten an einer internationalen Börse.
00:02:01: Seit heerst viel passiert.
00:02:03: Die Modellrechnungen liegen längst vor, im ungebremsten Klimawandeldrohendürren verheerende Sturme sind Fluten Anstieg der Meeresspiegel Landverlust, Hungersnüte Migrationswellen und damit Massensterben Verteilungskämpfe Diktaturen Und dort mal.
00:02:20: Edenhofer ist nun nicht mehr nur Ökonom, Klimaforscher und Politikberater sondern auch Direktor am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung.
00:02:32: Lange Jahre prägend am Mercator Research Institute on Global Comments and Climate Change Professor an der TU Berlin und einer der zentralen Autoren des Weltklimarats im Intergovernmental Panel on Climate Change, der mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.
00:02:54: Seine Berichte haben das Pariser Klimaabkommen mit vorbereitet – er hat es mitverhandelt vor ziemlich genau zehn Jahren Wieder gewählt worden als Vorsitzender des EU-Klimabeirates.
00:03:16: Er ist also genau der Richtige, wenn ich wissen will wie viel Macht hat dieses Wissen eigentlich?
00:03:22: Kann Politikberatung die Europäische Union auf Klimakurs bringen?
00:03:27: kann man vom Potsdamer Telegrafenberg aus die Welt retten.
00:03:31: Darüber möchte ich heute mit ihm reden und natürlich ein ganz kleines bisschen über den Fontane-Fragebogen.
00:03:39: Herzlich willkommen bei einer neuen Folge von Brandenburg Talks EU Gras Europäisch dem Podcast des Europacentrums Potsdams!
00:03:47: Mein Name ist Stefanie Schustern, ich freue mich dass Sie eingeschaltet haben und guten Tag Ottmar.
00:03:52: Hallo Steffi
00:03:56: Wir kennen uns schon seit über zwanzig Jahren.
00:03:59: Du bist, glaube ich der erste Gast in meinem Podcast den Ich duze!
00:04:03: Ich habe mich auch gefreut nochmal hier zu sein.
00:04:05: wir haben uns hier vor Jahrzehnten das letzte Mal gesehen und ich hab mich bemüht dein Lebenslauf zusammenzufassen und ich muss sagen es ist mir nicht gut gelungen.
00:04:14: Das sind ja achtundsechzig Seiten.
00:04:16: Du gehörst zu dem am meisten nachgefragten Welt Erklären was die Klima Rettung angeht Aber noch niemand hat dir den Fontane-Fraggebogen vorgelegt.
00:04:28: Ottmar, es geht um Grenzerfahrungen auf europäischer Ebene!
00:04:32: Was war deine erste Grenzerfahrung?
00:04:35: Also meine erste Grenzerfahrung glaube ich war der Bürgerkrieg in Bosnien und Grazien.
00:04:41: Das war in Europa, das war Anfang der neunziger Jahre.
00:04:45: Ich bin dort hineingeworfen worden durch viele Umstände plötzlich in einen Flüchtlingsdienst zu leiten, das war schon eine Grenzerfahrung.
00:04:55: Eine Grenzerfahrung?
00:04:56: Weil es ein solch ungeheurer Buch ist zu dem Leben wie wir's kennen oder?
00:05:00: Weil's ein Bruch ist.
00:05:01: aber ich bin aufgewachsen in einer Welt in der klar war es sollte keinen Krieg geben und es wird auch meiner Lebenszeit keinen Krieg mehr geben.
00:05:12: Also meine Großeltern haben den noch erlebt, meine Eltern.
00:05:15: aber wir sollten die Generation sein, die ihnen nicht mehr erleben muss und wir sind jetzt in den neunziger Jahren Zeugen eines Krieges in Europa geworden.
00:05:25: das hat ja nicht aufgehört sondern es ist ja weitergegangen.
00:05:29: Dabei war für uns doch Europa auch die Vision, die sichere Bank vorm Gartenhaus von wo aus man tatsächlich die Weltbühne vor Augen hatte.
00:05:39: Welche Folgerungen hast du daraus für dich gezogen aus dieser Grenzerfahrung?
00:05:43: Naja also ich bin schon so erzogen worden dass Europa das ist eigentlich das wo wir hin wollen und wo wir hinsäulen.
00:05:52: Der deutsche Nationalstaat hat nur eine Zukunft im Konzerteuropas.
00:05:56: Wir sind aufgewachsen, zumindest so dass wir unseren Blick geweitet haben.
00:06:02: Ich bin dann früher in den neunzigern Jahren durch Mitteln Osteuropa gereist.
00:06:06: Das habe ich eigentlich alles ziemlich genau angeschaut.
00:06:09: also insofern würde ich sagen war das dieses Erlebnis der Neunziger so Schreckliches war?
00:06:15: es hat mir die Augen geöffnet und auch den Verstand und des Herz für die europäische Sache.
00:06:22: Zack, sind wir mitten drin!
00:06:24: Was ist denn für dich Europa in einem Wort?
00:06:27: Kannst du das zusammenfassen?
00:06:30: Also ich würde sagen Europa ist zunächst mal eine Lebensform.
00:06:34: Ich bin ja noch aufgewachsen mit Lehrern, die den Nationalsozialismus miterlebt haben.
00:06:40: also es war sehr lebendig und klar durch meine Großeltern was das bedeutet hat dieser Zivilisationsbruch.
00:06:48: Und Europa ist die Hoffnung, dass auf der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges jetzt eine Ordnung entstanden ist, die auf Kooperation beruht.
00:06:57: Es ist ja bemerkenswert das die Europäische Union, das Gebilde ist wo das erste Mal nach dem Zweiten weltkrieg Nationalstaaten freiwillig auf Rechte verzichtet haben und ein gewaltiges Kooperationsproblem gelöst haben.
00:07:12: Also das ist für mich sozusagen Europa und natürlich sehr viel praktischer ist, wenn ich in Brüssel bin bei der Kommission.
00:07:20: Da gehe dann regelmäßig an den Ehrenbürgern Europas vorbei Schaktelor, Jean Monnet und Helmut Kohl.
00:07:29: Das muss ich sagen, ist für mich doch immer ein besonderes Erlebnis.
00:07:33: Also mich an diese Europäer der ersten und zweiten Generation zu erinnern die versucht haben dieses Europa zu bauen.
00:07:40: Und das Schöne auch an Europa ist ja nicht nur eine Welt der Ideale und der herren Ziele sondern es ist ja auch immer verbunden gewesen mit ökonomischen Fragen, durchaus auch mit Eigeninteresse selbst Interesse.
00:07:55: Wir sind jetzt im Augenblick in Europa erheblich unter Druck geraten.
00:07:59: Manchmal hat man das Gefühl, wir werden zermahlen und zermallend zwischen den großen Blöcken.
00:08:04: Aber es hat meinen Glauben an Europa bislang nicht erschüttert!
00:08:08: Das war ein bisschen mehr als Einwort geschenkt weil niemand hätte so schön wie du die Überleitung zu dem eigentlichen Thema meines Besuches und des Interviews her leiten können.
00:08:20: Und zwar geht es uns ja darum, die Welt zu retten Sie vor den schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu bewahren und du machst da erhebliche Schritte auf dem Weg, ohne dir einfach schmeicheln zu wollen.
00:08:37: Du berätst die größten, die wichtigsten Staatsoberhäupte – die Regierungschefs der Welt!
00:08:45: Was ist denn das eigentlich für ein Gefühl?
00:08:47: Ich kann mir das gar nicht denken...
00:08:50: Ich würde mir sagen, das muss man mal ein bisschen auf die Realitäten runterkochen.
00:08:55: Erstens ich mag dieses Wort Weltretten nicht!
00:09:00: Das klingt so, Weltretton... Da gibt es ein paar Leute, die blicken durch und dann wird die Weltschwupps, die Wuppskette.
00:09:06: So ist es ja nicht.
00:09:07: Und dann ist es auch so.
00:09:08: was man eben auch lernt ist wenn man mit einfachen Leuten spricht Auch deren Macht ist beschränkt.
00:09:15: Auch deren Einfluss ist begrenzt Und alle, die Ämter ausüben müssen auch bestimmten Rollenerwartungen genügen.
00:09:23: Niemand kann da unbegrenzt agieren und meine Rolle als Politikberater ist eine sehr bescheidene.
00:09:31: Ich habe viele Rollen gehabt im Rahmen vom IPCC – das war eine internationale Rolle jetzt im europäischen Klima-Rat.
00:09:39: Die ist vielleicht noch mal anders gelagert denn wir haben eine gesetzliche Verpflichtung die Kommission zu beraten und die Kommision muss uns da zuhören.
00:09:49: Man muss einfach sehen, das meiste was man als Politikberater macht wird auch schlicht und einfach ignoriert.
00:09:55: Politikberatung hat oft einfach nur die Rolle das was Politiker ohnehin beschlossen haben zu legitimieren.
00:10:02: Und manchmal ist es dann so dass man eben konkrete Vorschläge machen kann oder dass man Politiken überprüft und sich die Frage stellt Haben sie eigentlich zum Erfolg geführt?
00:10:11: Das war ein Politikerinnen-Politikermeisters nicht so besonders gern.
00:10:16: Ich glaube, man muss als Politikberater einerseits das Entscheidungsproblem von Politikerinnen verstehen.
00:10:24: Aber man darf sie nicht selber verstehen als ein Ersatzpolitiker und auch nicht als jemand der alles besser weiß wer je Politikberatungen im Ernst gemacht hat, der versteht und begreift dass wir auch als Wissenschaftler meistens viel zu wenig wissen, um dann das Entscheidungsproblem vollständig zu lösen.
00:10:41: Das heißt anwarten jede Politikberater kann es mit dem Thema von Nicht-Wissen zu tun und damit muss man eben auch umgehen können.
00:10:50: also insofern ist es natürlich interessant mit einflussreichen Menschen zu sprechen aber mindestens so interessant mit Menschen zu sprechen, die in Parlamenten, in Behörden und Bürokratien die Arbeit machen.
00:11:05: Und die Gespräche gehören mit dazu.
00:11:07: Die sind genauso wichtig, sie sind vielleicht sogar noch wichtiger weil erst dann kann man sozusagen das Problem als Ganzes begreifen.
00:11:14: Insofern hat da jeder seine Rolle und diese Vorstellung der Theorie, die großen Frauen und die großen Männer machen am Ende die Politik indem Sie eben den Schalter umlegen.
00:11:23: Das ist nicht so und es ist vielleicht da gut, sodass das nicht so
00:11:26: ist.
00:11:27: Nachdem wir das jetzt alles so schön runtergebrochen haben gehe ich ganz brav zurück zu meinem Frage-Zettel und fange mal an der Ecke an über die ich ganz zu Beginn schon gesprochen habe nämlich dass du gewählt worden bist zum zweiten Mal als Vorsitzender des EU Klimabeirates.
00:11:48: Glaubst mir oder nicht Otmar?
00:11:51: Also ich habe gehofft, dass es sowas gibt.
00:11:53: Aber gewusst hab' ich das nicht!
00:11:55: Das passiert wahrscheinlich auch auf dieser kaum sichtbaren Ebene die Beratung.
00:12:00: Wer sitzt denn noch da drin und wie viel Macht hat der EU-Klima bei
00:12:05: Rat?
00:12:06: Da sitzen fünfzehn Kolleginnen und Kollegen drin.
00:12:09: Wir hatten also jetzt gerade die erste Amtsperiode abgeschlossen, mit einer zweiten begonnen.
00:12:13: Wir haben vor zwei Wochen dort eine Sitzung in Brüssel mit der Kommission, mit dem Rad und mit dem Parlament.
00:12:21: Das war sehr interessant und sehr produktiv.
00:12:24: Ich habe schon vorher angedeutet das Spezifikum dieses Klimaradens ist, dass der im europäischen Klimagesetz verankert ist.
00:12:31: Das heißt also wir hatten die Aufgabe der EU Klimaziel für den Jahr ist zu empfehlen und wir hatten auch die Aufgabe, die Frage zu beantworten.
00:12:43: Sind wir mit den Politikmaßnahmen, die bis jetzt beschlossen worden sind?
00:12:48: Werden wir dort die Ziele erreichen?
00:12:50: Und die Antwort, die wir da gegeben haben?
00:12:52: Nein!
00:12:53: Bis im Jahr ist das ganz gut gehen, aber dann müssen wir nachschärfen.
00:12:58: Wie viel Macht hat der?
00:13:00: Wir sind unabhängig.
00:13:02: Wir dürfen uns die Themen suchen.
00:13:04: Dadurch dass es im Gesetz verankert ist, ist es jetzt einfach mehr als nur eine Akademikergruppe die sich irgendwas ausdenkt.
00:13:11: Sondern das wird in Brüssel wahrgenommen.
00:13:13: Interessant ist weil du sagst da hat man nichts davon gehört.
00:13:17: Ich würde sagen von allen Beratungsgremien war das wahrscheinlich in den vergangenen Jahren das Einflussreichste.
00:13:23: aber Es ist ja auch klar warum das kaum bekannt ist Weil es in den nationalen Medien keine große Rolle spielt.
00:13:29: wir haben eben keine europäische Öffentlichkeit.
00:13:33: Sondern wir haben nationale Öffentlichkeiten und natürlich in Brüssel gibt es die, Brüsselbubble und die NGOs, die das zur Kenntnis nehmen.
00:13:39: aber in den Nationalstaaten ist der mediale Einfluss gering und beschränkt sie eben auf eine sehr kleine Gruppe.
00:13:48: Aber das macht nichts.
00:13:50: Manchmal kann man viele gute Dinge tun auch wenn man nicht jeden Tag in der Presse steht.
00:13:54: Na
00:13:54: ja, aber die Leute werden vielleicht nicht so beunruhigt wenn sie wüssten was gerade vor sich geht.
00:14:02: Also wenn ich das sehe dass eine große Unsicherheit darüber herrscht was jetzt eigentlich diese CO-Zweisteuer soll und was nun wieder dieser Emissionszertifikate Handel ist dann wäre doch ein bisschen Mehr Aufmerksamkeit, genauere Berichterstattung oder auch mal so einen Wagenstand anzeigern.
00:14:24: Wo sind wir jetzt?
00:14:25: Wo gehen wir hin und wer steigt hier zu und wer Steigt hier raus?
00:14:29: das wäre doch vielleicht eine ganz gute Sache.
00:14:32: Das ist auch eine die in die soziale Gerechtigkeit hinein spielt meines Erachtens Und nun kennen wir uns schon solange und ich war mir immer klar darüber dass für dich Klimafrage auch eine der Gerechtigkeit ist.
00:14:48: Das gehört tatsächlich zu deinen Themen von Anfang an?
00:14:51: Ja, das ist so!
00:14:53: Also die Gerechtigkeitsfrage, das gehört mit dazu weil natürlich man kann eine Klimapolitik nicht betreiben wenn man nicht akzeptiert oder wenn man versteht dass die einkommenschwachen Haushalte durch zum Beispiel im CO-Preis überproportional belastet werden.
00:15:09: Warum ist es so?
00:15:12: Einkommensschwachenhaushalte oder Haushalte mit geringem Einkommen einen hohen Anteil haben an Ihrem Haushaltseinkommen, das Sie eben für Heizen und für Transport ausgeben.
00:15:23: Und wenn man dann CO-Zweibreis da draufknallt, werden die Haushalten überproportional belastet.
00:15:29: Das kann man also nur dann korrigieren, wenn wir eben Kompensationsmaßnahmen, entweder wenn wir zum Beispiel durch sinkende Stromsteuer Wärmepumpen subventioniert Transferzahlungen leistet, das ist natürlich alles ziemlich schwierig.
00:15:45: Wenn man die Politik Einnahmen generiert hat dann ist es sehr schwer die wieder zurückzugeben.
00:15:50: aber das gehört dann alles mit dazu und man muss einfach sehen wir leben jetzt in einer ganz anderen Phase.
00:15:58: Die jungen Leute auf der Straße waren für Klimaschutz und Klimapolitik demonstriert.
00:16:03: Wir haben den russischen Angriffskrieg in der Ukraine erlebt, wir sind also jetzt im Iran-Krieg.
00:16:09: Wir wissen, dass steigende Öl- und Gaspreise die Leute in hohem Maße beunruhigen.
00:16:15: Das ist ein Riesenthema!
00:16:17: Im Augenblick ist es ja so, dass wir nicht durch die Klimapolitik die hohen fossilen Preise haben, sondern wir haben sie im Grunde durch den Krieg, durch das Sperrung der Straße von Hormuz.
00:16:27: Der Ölung-Gasmarkt zeigt also im Augenblick größere Verwerfungen, das ist ja die Situation vor der wir stehen und das ist natürlich klar wenn Leute sozusagen sich da bedroht fühlen unter Druck gesetzt fühlen und merken es könnte jetzt für uns extrem teuer werden dass das zu keiner Zustimmung führt das ist völlig verständlich.
00:16:47: Aber da wäre es eben jetzt wichtig, dass die Politik den Leuten erklärt was man jetzt machen sollte und zum Beispiel ein Tankrabatt.
00:16:55: Das ist die schlechteste alle Möglichkeiten die man da ergreifen kann.
00:16:58: denn eigentlich müssten wir in der EU als Ganzes auf den Ressourcenmärkten so auftreten das wir schrittweise unsere Abhängigkeit von den Fusilen zurückfahren, aber was wir machen ist global das Gegenteil.
00:17:12: Wir senken die Energiesteuern.
00:17:14: jedes Land versucht so viel Importe wie möglich zu akquirieren für Öl und Gas.
00:17:20: Und was ist das Kernergebnis?
00:17:22: Was ist das Ergebnis?
00:17:23: dass am Ende des Tages die ganzen Mittel also wo wir versuchen die Leute zu entlasten, das landet am Ende bei den Exporteuren von Öl und Gas, weil die natürlich durch die steigende Nachfrage mehr verkaufen und höhere Gewinne einstreichen.
00:17:39: Also das ist ein typischer Fall wo eben eine gut gemeinte Politik nämlich Leute vor Ölpreissprüngern zu schützen zum genauen Gegenteil führt dass wir abhängiger werden und am Ende des Tages mehr an die Exporteure von Ölen und Gas bezahlen als vorher und die privilegieren nicht die Einkommen schwachen Haushalte vor Öl- und Gaspreissprüngern schützen.
00:18:03: Und es zeigt auch, dass Politikberatung nicht immer so erfolgreich ist wie man sich das wünscht?
00:18:08: Ich habe gelesen auf deiner Beratungsliste stand auf Friedrich Merz.
00:18:13: Ja.
00:18:13: also ich will da mal zwei Dinge sagen.
00:18:16: Also ich werde das ja oft gefragt ob ich da nicht frustriert bin und ich finde Es gibt eine Haltung die mir sehr missfällt.
00:18:26: Ganz grundsätzlich sind Entscheidungsträger entweder kognitiv beschränkt oder moralisch so verlottert und das nützt eigentlich gar nichts, die zu beraten.
00:18:33: Das ist aus meiner Sicht keine gute Beschreibung.
00:18:38: Ein Bundeskanzler muss sehr viel Interessenrechnung tragen und sehr viele Zielkonflikte zum Ausgleich bringen Tagesaktuelle Ereignisse eine Riesenrolle und diese Zielkonflikte auszutragen, die verschiedenen Interessen dann eben zum Ausgleich zu bringen.
00:18:59: Das ist ja nichts was wir als Politikberater machen.
00:19:04: Die Politikerin muss für Mehrheiten sorgen, ohne Mehrheiten kann man in einer Demokratie nix durchsetzen und selbst in Autokratien müssen Kompromisse geschlossen werden.
00:19:14: also Das ist eine Illusion zu glauben, da sitzen Berater, die denken sich was aus.
00:19:19: Die teilen das dem Entscheidungsträger mit und dann wird es eins zu eins umgesetzt.
00:19:23: Und wenn das nicht der Fall ist, dann ziehen sie die Berater beleidigt zurück und sagen naja hat er nicht geklappt so funktioniert die Welt nicht.
00:19:30: Und vor dem Hintergrund ist klar dass also einfach die rasche Abfolge von Krisen die enorme Belastung und wir befinden uns sozusagen außerhalb der Bandbreite dessen, was wir bisher erlebt haben.
00:19:42: Und das ist eben dann auch sehr schwer ein Pfad zu finden.
00:19:45: und es ist dann wichtig für Berater, um zu sagen, was sie jetzt wissen und was sie nicht wissen?
00:19:52: Wir müssen einfach sagen – die Landkarte, die wir da zeichnen, da wissen wir bei manchen Bereichen sehr viel aber die sind für die Entscheidungsfragen gar nicht relevant.
00:20:01: Wo es relevant ist für die Entscheidungsfragen, wissen wir gar nicht so viel.
00:20:05: Und diese Bescheidenheit gehört mit dazu... Ich bin mal gefragt worden, wann das letzte Mal ein Politiker genau das gemacht hat und was ich mir empfohlen habe?
00:20:15: Da konnte ich mit einem Brandenburger Beispiel antworten, da war ich hier am Pick, einen jungen Postdog und da hatte ich die Aufgabe für den damaligen Ministerpräsidenten Stolpe eine Rede zu übersetzen.
00:20:27: Er war hier am pick Und wir treffen uns zufällig im Marktcenter beim Einkaufen.
00:20:32: Und er hat gesehen, dass ihr einen vollen Wagen habt und dann steht er da mit seinem Leibwächter vor Toilettenpapier und fragt mir welches Toilettepapier ich ihm empfehlen würde?
00:20:44: Ich habe ihm eins empfohlen.
00:20:45: Genau das hat er dann auch eingekauft.
00:20:47: also es war das letzte Mal und auch das einzige mal, dass ein Politiker genau das gemacht hat was ich mir empfohlend hab.
00:20:52: Was für ein schönes Beispiel Sind möglicherweise zentrale Entscheidungen?
00:20:58: Ich streiche diese Frage von meiner Liste, die hatte ich natürlich auch drauf.
00:21:03: Aber jetzt möchte ich noch mal zurückkommen auf die ganz wesentlichen Dinge.
00:21:06: du hast gesagt in einigen Fällen weißt du ganz genau wie sich es entwickeln wird und den anderen gibt es noch Unsicherheiten.
00:21:15: wo weißt Du ganz genau Wie sich's entwickeln Wird im Klimabereich Und Wo sind Die unsicherheiten?
00:21:23: Das ist, um mit Fontane zu sprechen an sehr weiters Feld.
00:21:26: Also ich bin ziemlich sicher dass der Tankrabatt keine gute Idee ist.
00:21:30: Ich bin auch ziemlich sicher das wir sehr davon profitieren würden hätten wir die Möglichkeit Menschen sozusagen direkt zu entlasten durch Transfers.
00:21:38: Das haben wir damals schon bei der Gaspreiskrise zum Beginn des Ukraine Krieges empfohlen.
00:21:43: da hätten wir daran arbeiten sollen.
00:21:46: Ich Bin ziemlich sicher, dass wenn wir die Emissionsdirektorien so weiterfahren wie bisher dass wir da bei sehr hohen Temperaturen rauskommen weit über dem, wo sich die Weltgesellschaft nur sinnvoll dran anpassen kann.
00:21:59: Ich bin auch ziemlich sicher das wir bis Jahrhundert Mitte die sogenannte Klimaneutralität erreichen sollten.
00:22:05: also die Emissionen netto auf null können natürlich dann sein, dass wir noch positive Emission haben aber die kompensieren müssen.
00:22:12: Also so das grobe Set an Möglichkeiten.
00:22:15: das verstehen wir aber wie wir jetzt zum Beispiel Kooperation ermöglichen sollen oder wie überhaupt Handelspolitik, Industriepolitik, Klimapolitik in Zeiten von geopolitischen Verwerfungen.
00:22:26: Wo Europa bedroht ist?
00:22:28: US-amerikanische Zöllen wo wir uns auseinandersetzen müssen mit einem China das enorm hohe Außenhandelsüberschüsse hat und die mit großen Exportsubventionen unsere eigene Industrie oder die europäische Industrie unterminieren.
00:22:41: was da in dem Zusammenhang Das bedeutet den Emissionshandel so auszugestalten, dass die energieintensive Industrie nicht kaputt geht.
00:22:50: Das sind alles Fragen wo ich sagen würde da wissen wir in der Tendenz wo wir hinwüssten.
00:22:54: aber das ist natürlich jetzt schon eine Herausforderung die es so vor fünf Jahren nicht gegeben war.
00:23:01: Gehört das zu den Handlungsfeldern die er im EU-Klima beirat noch beackern wollt?
00:23:07: Ich habe gesehen ihr seid dann auch in der Entscheidungsphase was Der Schwerpunkt sein wird grob gesagt.
00:23:14: Ja, nachdem es da keine Entscheidung gibt, kann ich dem nicht vorgreifen.
00:23:17: aber es ist klar dass in den ganzen Gesprächen in den letzten vor zwei Wochen in Brüssel mit der Kommission und auch mit dem Parlament stand das ganz stark im Vordergrund.
00:23:29: wie kann sich Europa da aufstellen?
00:23:31: Was sind die geopolitischen Strategien also vor allem die Handelspolitik?
00:23:35: Wie will man darauf reagieren wenn Amerika Zölle verhängt?
00:23:39: Was bedeutet das, wenn eben China noch sehr lang auf den internationalen Märkten Produkte subventioniert und wir das nicht können?
00:23:48: Das hat ja dann sehr viel mit grüner Technologie zu tun.
00:23:53: schon fragen, wie kann die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie erhöht werden?
00:23:57: Was würde das bedeuten den Binnenmarkt zu vertiefen.
00:24:01: Was heißt es denn den europäischen Strommarkt auszubauen damit die Strompreise in Europa sinken?
00:24:06: Alles das sind Fragen, die wichtig sind und die wir in irgendeiner Form auch in den nächsten Jahren behandeln werden.
00:24:14: Das sind ja vor allem ökonomische Themen, das hätte ich jetzt gar nicht so erwartet.
00:24:18: Ich habe gedacht wir reden mehr über die Klimaspezifikation.
00:24:23: aber na klar!
00:24:24: Die Weltwirtschaft ist ja schließlich die Grundlage auf der sich der Klimawandel nicht nur gedachtvoll ziehen wird.
00:24:32: Sehen wir denn nicht in den USA?
00:24:34: Wie schnell sich tatsächlich auch der großartige Ansatz von beiden wieder zurückdrehen lässt, wenn nur einer kommt der die fossilen Energien wieder vorantreibt.
00:24:51: Das ist ja das was Trump macht.
00:24:53: Drill Baby Drills ja nur ein Stichwort.
00:24:56: und beiden hat ja damals mit seinem Feuerwerk an Investitionen in grüne Energien in Aktion gegen den Klimawandel den Green New Deal.
00:25:07: An
00:25:09: dem Punkt würde das ein bisschen noch passieren.
00:25:11: Der Europäian Green Deal ist ohne Biden gekommen, also Biden hat auf den European Green Deal reagiert und der Europäischen Green Deal, dass es das größte klimapolitische Paket auf dem Planeten gibt Und es ist also schon bemerkenswert, dass die EU – wir reden ja immer wie kann globale Kooperationen im Klimabereich gelingen.
00:25:31: Dass die EU dieses Kooperationsproblem innerhalb der Mitgliedstaaten gelöst hat.
00:25:36: Das war eine irrewitzige Leistung gewesen und das ist ein genuin europäischer Beitrag gewesen, der jetzt natürlich unter Druck kommt.
00:25:44: aber das ist schon wichtig.
00:25:48: Wie oft in der Politik gibt es natürlich auch die unbeabsichtigten Nebenwirkungen.
00:25:52: Natürlich hat Trump gesagt, wir wollen also unsere Exportposition auf den Öl- und Gasmärkten verstärkt ausbauen.
00:25:59: Nur was jetzt sehr passiert ist durch diese enormen Breisteigerungen das jetzt gewaltige Anstrengung und Unternommen werden und zwar nicht nur in Europa.
00:26:07: wie können wir unsere Abhängigkeit von Öl und Gasimporten reduzieren?
00:26:12: Es ist gestern absolut bemerkenswertes Ereignis passiert, dass die United Emirates aus der OPEC ausgestiegen sind.
00:26:19: Weil sie gesagt haben, das ist für uns also ein zu enges Quassett.
00:26:24: wir wollen eigentlich nicht, dass wir unsere Produktion ständig einschränken müssen.
00:26:29: Die plädieren jetzt dafür oder gehen jetzt den Weg, dass sie einerseits den Ölpreis wieder etwas abdämpfen wollen aber es ist mindestens so interessant enorm diversifiziert, die sind sehr viel weniger abhängig vom Ölpreis als sie schon mal waren.
00:26:46: Das heißt also mit Antworten wollen Sie an der weltwirtschaftlichen Arbeitsteilung auch mit neuen Technologien beteiligen.
00:26:52: Sie sind dabei über den Emissionshandel nachzudenken und investieren in negative Emissionstechnologien.
00:26:58: Also man sieht auch dass dieser Transformationsprozess Der könnte es unbeabsichtige Nebenwirkungen dieser enormen Preissteigerung sich auf die eine oder andere Weise fortsetzen und Europa hätte jetzt die Chance darauf auf eine intelligente Art und Weise zu reagieren, indem sie den europäischen Bürgern erklärt.
00:27:16: Wenn wir die Importe zurückdrehen, wenn wir weniger abhängig werden ... eben auch den Emissionshandel einführen für Gebäude und Verkehr, dann würden wir die Importe für Öl-und-Glas reduzieren können.
00:27:29: Das würde uns langfristig helfen.
00:27:31: Wenn man das sozusagen stärker klarmachen könnte – wenn es dafür auch die kommunikativ begabte Politikerinnen und Politikern gibt, die das vermitteln können -, dann wären wir da einen großen Schritt weiter.
00:27:43: Also ich glaube jetzt ist es so ein bisschen die Aufgabe in der konkreten Situation nicht den Kopf zu verlieren sondern einen kühlen Kopf zu bewahren und die Strategien nachzujustieren.
00:27:55: Das ist schon ein ganz tolles Stichwort.
00:27:57: Nachjustieren, das bedeutet ja es bleibt immer auch ein Stück Hoffnung.
00:28:02: was macht dich im Moment eigentlich optimistischer als es nach Lage der Dinge sein müsstest?
00:28:10: Also ich sage immer gern Optimismus das ist etwas für schlecht informierte Menschen.
00:28:14: Optimistisch bin ich nicht!
00:28:16: Ich kann schon sehen dass es einfach eine Reihe von wirklich fundamentalen Risiken gibt.
00:28:22: Am Ende bin ich schon der Auffassung, dass die Deutschen verstehen müssen, dass Europa unsere Chance ist.
00:28:29: Wir müssen uns europäisch zusammenraufen!
00:28:32: Ich glaube das es absolut wichtig ist, dass wir den europäischen Binnenmarkt vertiefen.
00:28:37: Wir haben nicht tarifäre Handelshemmnisse.
00:28:39: Das heißt also eine Zölle sind verschiedene Standards in der Europäischen Union.
00:28:43: Die sind eigentlich schlimmer als die Tramptzölle.
00:28:46: Wir müssten daran arbeiten und wenn sie jetzt sagen um uns herum... Die anderen Länder sich abschotten kann ja nur die Lösung sein, dass wir den Binnenmarkt vertiefen und das es da zumindest jetzt ein anfängliches Bewusstsein gibt.
00:28:59: Das macht mich schon hoffnungsvoll und dass eben die Europäer lernen müssen.
00:29:05: in Zeiten von solchen Krisen ist nicht die nationale Selbstbehauptung der entscheidende Punkt, sondern man muss sozusagen einen Schritt vorangehen und wir müssen auf den Weltmärkten als Europäer geeint auftreten.
00:29:16: Das ist ziemlich schwierig, fällt uns nicht leicht aber Schritte in diese Richtung machen mir doch hoffnungsvoll Und nicht zuletzt auch das Wahlergebnis in Ungarn weil damit auch gezeigt worden ist es für Ungarn nicht vorteilhaft sich so zu positionieren.
00:29:33: Es ist sehr viel sinnvoll eine proeuropäische Politik zu betreiben.
00:29:37: Pro-Europäer bist du natürlich schon seit sehr langer Zeit, aber du bist auch Brandenburger.
00:29:42: Und jetzt bin ich mir einfach ganz schön sicher dass auch der Green New Deal der EU Kommission deine Handschrift trägt?
00:29:50: Tut das doch
00:29:50: oder?!
00:29:51: Also ja!
00:29:53: Dachte ich schon.
00:29:54: Möchtest Du noch ganz kurz schildern bevor Du zum nächsten Termin galoppieren musst in welchem Bereich?
00:30:00: In allen?
00:30:01: Nein, natürlich nicht in allen der europäischen Gründeel.
00:30:04: Das ist ein Gemeinschaftswerk.
00:30:05: Man muss auch sehen... Also das sind ja in der Kommission wirklich technisch hervorragende Beamte mit einer wirklich exzellenten Kompetenz und es ist einfach auch ein Zerrbild dass wir von der EU haben also dass die EU sich letztlich um die Gurken kümmert, um die Krümmung der Gurken und das ist sozusagen der entscheidende Punkt.
00:30:25: man muss einfach sehen ohne den europäischen Binnenmarkt gibt es auch die Erfolgsgeschichte, die ökonomische Erfolgsschicht eines Landes wie Polen überhaupt nicht.
00:30:33: Polen ist hier ein Nachbarland zu Brandenburg und davon profitieren auch wir.
00:30:37: das polnenwirtschaftlichen Aufschwung genommen hat ich glaube Teile davon waren eben die Weiterentwicklung des europäischen Emissionshandels, das Klimaziel.
00:30:48: Das haben wir im Klima-Rat durchexerziert.
00:30:51: auch die ganze Frage dieser negativen Emissionstechnologien haben wir vorangebracht.
00:30:56: also es wäre jetzt da völlig absurd zu sagen ist direkt meine Hand schrift ist direkt unsere handschrift.
00:31:01: das sind kollektive Prozesse wo viele dazu beitragen mit vielen diskussionen und wir haben durch die gut achten mit meinen Kollegen dazu einen ganz guten Beitrag glaube ich leisten können.
00:31:13: gut achten zur Agrarpolitik.
00:31:15: Und wir haben auch etwas, was für Brandenburg glaube ich wichtig ist, was nämlich Carbon Capture and Storage, also Abscheidung von Kohlenstoff und das Einlagern, was wichtig ist auch für Unternehmen hier in Brandenburger.
00:31:27: da haben wir darauf hingewiesen dass es eine wichtige technische Option ist und Brandenberg hat da in der Hinsicht aus meiner Sicht ganz gute Karten in der Hand.
00:31:35: den.
00:31:36: Es gibt hier sehr viele Optionen von den Moan bis zu CCS, aber auch mit der Lausitz.
00:31:42: Den Transformationsprozess sich da anzugucken dann die Immobilität mit Tesla alles sind unproblematisch ruckelt alles ganz gewaltig.
00:31:51: Aber trotzdem ist Brandenburg eben ein ganz herausragendes Laboratorium für diesen Transformations-Prozess.
00:31:58: Und insofern, glaube ich ist auch wenn es meiner Sprache nicht anhört sondern mich eher im Süden vermutet.
00:32:05: Glaube ich ist es richtig zu sagen Ich bin auch Brandenburger aber in allererster Linie bin ich Europäer.
00:32:12: Das ist schön, dass du Brandenburger bist und dass du schon gleich die CCS-Technik erwähnst.
00:32:18: Die ist ja hier in Kätzin schon mal ganz fürchterlich gegen die Wand gefahren worden.
00:32:23: man hat schon begonnen damit CO² zu entnehmeln in den Boden zu verpressen.
00:32:30: es wäre auch nach einem Gutachten möglich und gut gewesen.
00:32:33: dennoch hat man sich dagegen entschieden.
00:32:36: Die Bundesregierung sollte neue Entscheidungen treffen.
00:32:39: Die Landesregierung hat sich noch nicht weiter dazu geäußert, kennst du den jüngsten Stand der Dinge?
00:32:45: Also den allerjüngsten Stand der Dinge, den kenne ich nicht.
00:32:48: also es ist traurig dass das damals im Ketzin nicht weitergegangen ist.
00:32:52: aber ich denke jetzt wichtigste ist wir brauchen ja sozusagen einen stabilen Rahmen und wenn klar ist dass wir so in die Richtung Treibhauskassentralität gibt dann führt aus meiner Sicht an CCS kein Weg vorbei.
00:33:05: Aber es ist ja auch klar, dass in der jetzigen Phase mit den enormen Unsicherheiten sicher kein Thema das prioritär verhandelt wird.
00:33:15: aber Zeit kommt rad und das wird wieder auf die Tagesordnung kommen.
00:33:18: Hoffe ich mal gleich mit!
00:33:20: Noch zwei Worte zur Lausitz-Delausitz ist gerade im vergangenen Jahr zum Net Zero Valley ernannt gekürt worden, also eine europaweit einmalige Modellregion wo der Transformationsprozess eingeleitet wird.
00:33:40: Wo tatsächlich klimaneutral produziert werden soll in wenigen Jahren?
00:33:45: Da werden ungeheure Fördergelder hingelenkt!
00:33:49: Wird das so
00:33:50: funktionieren?!
00:33:53: Ob das funktioniert wird, weiß ich natürlich nicht.
00:33:55: Interessant ist es auf jeden Fall und ich glaube, dass es einfach wichtig ist, dass wir für Menschen eine Perspektive haben.
00:34:03: Jetzt wird es konkret und wie immer ist es mit Konflikten verbunden aber ich hoffe sehr, dass dieses Projekt am Ende des Tages gelingt.
00:34:13: Ich glaube Brandenburg hat alle Karten in der Hand zu einem sehr erfolgreichen Bundesland zu werden!
00:34:18: Das denke ich auf, schon weil ich die Brandenburger so gerne mag.
00:34:22: Noch zwei Fragen, wirst du losmust zum nächsten Termin aus meinem Fontane Fragebogen?
00:34:29: Wenn Du eine EU-Regel über Nacht ändern könntest, Ottmar!
00:34:34: Welche sollte das
00:34:35: sein?!
00:34:37: Mir fällt jetzt keine ein, der über Nacht ändern würde und ich glaube ehrlich gesagt regeln dem über Nacht, die einer über nacht ändern kann... ...das ist keine gute Idee.
00:34:46: Nun sprich sie ja ständig mit Parlamentariern, mit Politikerinnen und Politikern.
00:34:53: Welche Frage würdest du gerne mal da loswerden was dir bislang noch nicht gelungen ist?
00:35:00: Also Fragen die hab ich bisher alle losgeworden.
00:35:03: Ich habe nur keine guten Antworten gehört aber die Fragen hat bin ich alle los
00:35:07: geworden.
00:35:07: Gut dann sind wir jetzt beim Wesentlichen.
00:35:09: kann der klimapolitische Kurs der Europäischen Union wirklich vorbildhaft Wirken in der Welt und damit einen, du sagst immer, Impact auslösen.
00:35:21: Kann man damit was erreichen?
00:35:23: oder hoffen wir das bloß und müssen schauen, was kommt?
00:35:26: Ach nee ich glaube schon!
00:35:27: Also die haben ja oft den Eindruck dass die Europäer – das ist das einzige und letzte Dorf da Gallia – die noch Klimapolitik betreiben und der Rest der Welt macht es nicht.
00:35:36: Das stimmt aber nicht.
00:35:38: Die Europäische Union hat mit dem Instrument, wie alles in der europäischen Union, das unmögliche Akronomie Siebem Khaben-Border Adjustment Mechanismus.
00:35:46: Das ist so was wie ein Klimazoll.
00:35:47: also wer CO² intensive Produkte in die EU einführen will, muss dafür ein Klimazoll.
00:35:54: Das soll die heimische Stahl- und Chemieindustrie schützen – das tut's auch!
00:35:58: Aber was noch viel wichtiger ist es, es schafft einen Anreiz für viele andere Länder CO-Zweibepreisungssysteme einzuführen wie zum Beispiel Indonesien, wie z.B.
00:36:06: Türkei oder Brasilien.
00:36:09: Und der Türkeik war bislang kein Land gewesen, dass jetzt durch besondere klimapolitische Rhetorik aufgefallen ist.
00:36:15: aber sie machen etwas Und ich denke, das ist wichtig.
00:36:18: Wir sollten auch aufhennen in der Europäischen Union und ständig zu sagen wir sind die Vorbilder.
00:36:22: Wir haben große Probleme.
00:36:24: Wir müssen gucken dass wird die Klimapolitik effizienter gestalten.
00:36:28: aber Das ist sozusagen ein sehr konkreter Impact den wir haben mit anderen Ländern.
00:36:33: Es gibt eine neue Regel, also einen Teil der Emissionsminderungen die wir europäisch erbringen sollen im Ausland erbringen können.
00:36:44: Klimamaßnahmen, Klimaschutzmaßnahmen im Ausland mitfinanzieren die uns dann angerechnet werden.
00:36:50: Da können wir eine ganze Menge machen zum Beispiel beim Kohleausstieg an den Ländern bei der Reduktion von Öl und Gasimporten helfen.
00:36:57: also da bin ich eigentlich ganz optimistisch.
00:37:00: Ich glaube wir können die Klimapolitik effizienter und sehr viel flexibler gestalten.
00:37:05: Und es ist eben nicht nur wichtig wie ambitioniert Wir sind es eben auch wichtig für uns in Europa.
00:37:11: Wie wird das machen?
00:37:12: denn wenn wir effizient machen und sozial gerecht machen, dann haben wir eine Chance das andere sich auch dafür interessieren.
00:37:19: Und es ist doch eine ganz schöne Sache, dass in der Zwischenzeit mit dem CO-Preis sich in der Welt rumsprechen kann – da hat Europa einen Beitrag dazu geleistet und das ist eine gute Sache.
00:37:32: Es eigentlich schon die Antwort auf diesen Satz.
00:37:34: bitte vervollständige Ihnen!
00:37:36: Europa wird starker sein wenn wir?
00:37:39: Also wenn wir die europäische Küche in ihren nationalen, verschiedenen nationalen Variationen pflegen.
00:37:47: Das ist mir sehr wichtig und es immer schön im Brüssel zu sein und dort dann auch das Essen zu genießen mit anderen Leuten – das ist schon wichtig!
00:37:56: Und ich bin ein großer Fan der verschiedenen europäischen Küchen und das sollte Europa pflegend.
00:38:02: Es gehört zum Lebenstil dazu.
00:38:05: Ich danke dir ganz herzlich, Atma!
00:38:07: Ich danke Dir!
00:38:08: Ich habe schon einen kleinen Stau vorursacht, die Videokonferenz mit Hongkong hat eigentlich schon begonnen.
00:38:17: So ist also der Stand der Dinge in Sachen Klimapolitik vom Telegrafenberg ausgesehen wo das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung Die Weichen der EU mitstellt.
00:38:30: Kurz zusammengefasst, die Lage ist ernst aber nicht hoffnungslos.
00:38:34: Darauf werde ich auch in den kommenden Folgen noch einmal eingehen – dann nämlich wenn wir über den Umbau der Landwirtschaft, der Energiesysteme und die Zukunftsfähigkeit der Region sprechen.
00:38:47: Wenn Sie mir Fragen mitgeben wollen oder Hinweise haben, dann schreiben sie mir die!
00:38:53: Sie erreichen mich über die Kommentaleiste dort wo Sie den Podcast auch hören.
00:38:59: Apropos besten Dank fürs Einschalten heute.
00:39:02: Tun Sie das unbedingt wieder!
00:39:04: Wenn sie uns folgen, dann werden sie auch sofort darauf hingewiesen wenn die neuste Episode von Brandenburg Talks EU krass europäisch erscheint.
00:39:14: der Podcast des Europacentrums Potsdam Das ist und bleibt kostenlos weil eben gute Politik
00:39:24: auch
00:39:24: gute Kommunikation braucht.
00:39:27: Unterstützt werden wir in dieser Folge vom Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa des Landes Brattenburg.
00:39:37: Besten Dank dafür!
00:39:39: Mein Name ist Stefanie Schuster – bis bald.
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